Hauptplakat der Kinderfreunde-Kampagne "Verändern wir die Welt"

Verändern wir die Welt!


Hier eine kurze Videoeinleitung in unsere neue Kampagne "Verändern wir die Welt!"


Unsere Story

Wir Kinderfreunde arbeiten für eine bessere Welt, seit über 100 Jahren. In hunderten Ortsgruppen, in Kindergärten, unseren Kinder- und Jugendgruppen, in Eltern-Kind-Zentren, bei den Roten Falken, Kinderschutzeinrichtungen und an vielen anderen Orten mehr arbeiten wir daran. Dort, wo das Kinderfreunde-Herz drauf ist, wird eine Idee gelebt.

Die Idee einer Welt, in der Kinder Freundinnen und Freunde haben, mit denen sie gemeinsam die schönsten Erlebnisse teilen und solidarisch Probleme überwinden lernen. Einer Welt, in der sie sich entfalten können und träumen. Einer Welt, in der es keine „besseren“ Kinder gibt und solche, die es schwerer haben – wo Vielfalt bejaht wird und niemand „wie alle anderen“ sein muss. In der Kinder nicht geschlagen oder psychisch unter Druck gesetzt werden. Und einer Welt, in der das für alle Kinder gilt, nicht  nur jene mit den „richtigen“ Eltern, im Gegenteil: Wer es schwerer hat, bekommt besonders viel Unterstützung.

Aber die Welt der Kinder ist nicht so, wie wir sie uns erträumen. Und sie entwickelt sich in die falsche Richtung. Kinder werden unter Druck gesetzt, dürfen immer weniger Kind sein. In der Schule zählen mehr und mehr Leistung und Verwertbarkeit für den Arbeitsmarkt. Nicht die Gemeinschaft steht im Mittelpunkt, sondern der Konkurrenzkampf. „Fahr die Ellenbogen aus – du alleine musst es schaffen!“ Doch nicht einmal die Voraussetzungen dafür sind gleich: Wer keine wohlhabenden Eltern hat oder in unser Land zugewandert ist, hat es schwer. Das ist ungerecht, falsch und empörend.

Kinder von heute leben in dieser Welt. Und sie sehen, wie sie sich immer mehr und immer schneller in die falsche Richtung dreht. Zählen Kinder weniger als Autos? Dürfen die Unfairsten am erfolgreichsten sein? Sollen wenige alles haben und viele nichts? Das ist doch wie ein Monster, das wächst und wächst.

Die Kinder von heute geben uns einen Auftrag: „Das muss man doch ändern! Macht was, ihr alle! Gemeinsam mit euren Gruppen und Einrichtungen! Setzt das Monster auf Diät!“

Das wollen wir tun. Die Welt verändern, Schritt für Schritt. Leicht ist das nicht: Das Monster hat viele Gehilfen: „Ist halt so!“ „Muss so sein!“ „Kauf halt was!“ und viele mehr. Sie vernebeln die Welt der Erwachsenen, und oft glauben wir, eine andere Welt ist gar nicht möglich.

Aber sie ist möglich. Wir wissen, wo der Weg hingehen muss, weil wir Grundwerte haben. Sie sind es, wofür unser Herz steht: Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, Solidarität, Vielfalt und Frieden. Und wir müssen diesen Weg nicht alleine gehen. Wir machen es gemeinsam, alle gehen kleine Schritte und zusammen wird es zu einem großen: In allen unseren Gruppierungen möchten wir solche Schritte tun. Etwas Anderes, Neues machen, das aus unserem Kinderfreunde-Herzen kommt und etwas für die Kinder in unserem Umfeld besser macht – eine neue Veranstaltung, ein Projekt, eine Öffentlichkeitsaktion… Kurz: ein kleiner Schritt in eine bessere Welt. Denn auch der längste und beschwerlichste Weg beginnt mit eben diesem ersten kleinen Schritt.  Damit „Ist halt so“ und „Muss so sein“ keine Chance mehr haben. Wir Kinderfreunde sind viele und können gemeinsam Großes erreichen. Wir haben uns für 2014 ein Ziel gesteckt: Wir machen

Wir brauchen dafür alle, die gesamte Organisation. Denn wenn jeder und jede einen kleinen Schritt macht, können wir insgesamt etwas bewegen. So ändern wir die Welt. Und machen sie zu einer Welt für Kinder. Alle gemeinsam, Schritt für Schritt.

Die Gehilfen

Das große gesichtslose Monster ist nirgendwo und überall und hat es sich mit Ungerechtigkeit, Leistungsdruck und Konsumzwang schön bequem gemacht. Doch warum ist es so schwer, dagegen aufzutreten? Das Monster hat Gehilfen. Und wenn du deine eigenen Gehilfen haben willst, kommst du hier zum Bastelset.


   

"Ist-halt-so"

Zum Beispiel „Isthaltso“ - Wer kennt ihn nicht? Immer mal wieder stellen doch auch wir uns die Fragen, die so schwer zu beantworten sind. Warum die reichsten zehn Prozent der Menschen in Österreich mehr als zwei Drittel des gesamten Vermögens besitzen. Oder warum eigentlich Kinder, deren Eltern einen Hochschulabschluss haben zu fast achtzig Prozent Matura machen und dieser Wert bei Kindern von Eltern mit Pflichtschulabschluss nur bei 10 Prozent liegt. Genau: Das ist halt so. Und seit der frühesten Kindheit bekommt man eingeimpft: Das kann man nicht ändern, das ist eine natürliche Entwicklung, das braucht man gar nicht zu probieren. Falsch. Denn die Löhne von Männern und Frauen sind kein Naturgesetz. Die Wirtschaft und der Markt sind keine Götter, die nach Opfergaben irgendwelche Reaktionen zeigen. Unser Schulsystem ist kein steinernes Gebäude unter Denkmalschutz. All das sind Systeme, die wir als Menschen entwickelt haben und die wir deshalb auch selbst verändern können. Doch das Monster agiert schlau - Tag für Tag vermittelt es uns: „Das Ist-halt-so, das kann man nicht ändern“ So lange, bis wir es selbst glauben und gar nicht mehr versuchen.

   

"Muss-so-sein"

Ein weiterer Gehilfe ist „Muss so sein“ – ein etwas anderer Typ. Er macht uns klar, dass das System nur deshalb funktioniert, weil es so ist wie es ist. Und wir alle Vorteile nur deshalb haben, weil es anderswo Verlierer/innen gibt: Warum müssen Menschen auf der Welt verhungern, während anderswo Lebensmittel in Hülle und Fülle weggeworfen werden? Warum verdienen Kaffeebauern in Kolumbien oder die Arbeiter/innen in den Fabriken nur einen Bruchteil davon, was die Produkte im Geschäft kosten? Warum werden Milliarden Euro für Abfangjäger, Panzer oder Drohnen ausgegeben? Warum laufen weltweit hunderte Atomkraftwerke, die im Katastrophenfall irreparable Schäden anrichten können? Klar: Das muss so sein! Immerhin brauchen wir die Energie. Und wenn das Obst billig sein soll, muss halt jemand ausgebeutet werden, wenn der Europäische Markt geschützt werden soll, darf man keine Lebensmittel nach Afrika verschenken. So wird uns erzählt, dass wir uns damit abfinden müssen, dass es Ungerechtigkeit gibt, denn ohne sie wäre unser Leben nur halb so schön. Und auch das ist falsch. Eine gerechte Welt ist möglich. Viele Projekte zeigen, dass fairer Handel, erneuerbare Energien oder nachhaltige Lebensmittelpolitik möglich sind. Doch wer heutzutage von weltweiter Ernährung, Energiewende, fairem Handel oder einer Welt ohne Kriege spricht, wird als Träumer abgestempelt. Doch wenn wir alle etwas länger darüber nachdenken, dann wird uns klar, dass die Welt nicht so sein muss, nur weil uns das immer eingeredet wird. In vielen Epochen gab es Veränderungen auf der Welt, die vorher unvorstellbar waren. Vor 1918 war es in Österreich faktisch unvorstellbar, dass es ein freies, allgemeines Wahlrecht geben könnte. Vor 1989 hätte wohl kaum jemand in Europa geglaubt, dass es möglich sein würde, völlig frei durch den ganzen Kontinent zu reisen. Und doch haben sich die Dinge geändert. Weil die Welt durch uns gestaltbar ist und nichts so bleiben muss wie es ist, wenn es genügend Menschen gibt, die die Welt verändern wollen.

   

"Kauf-halt-was"

Der dritte Gehilfe ist ein besonders perfider Zeitgenosse. Er liefert keine Antwort auf unsere offenen Fragen. Viel mehr bestimmt er, was wir uns im Leben so wünschen. Worauf wir hinarbeiten, was wir als Erfolg erachten. Sein Name ist „Kaufhaltwas“ und immer, wenn die Last der Ungerechtigkeit, der Druck der Arbeitswelt, die Unsicherheit, Angst und das Unbehagen mit der Welt größer wird, dann tritt er auf und zeigt uns, wofür wir das alles tun. Für ein größeres Auto, für einen neuen Computer, für einen tollen Urlaub. Er hält die Karotte vor unsere Nase, die uns im Hamsterrad immer weiter antreibt und er erzählt das besonders gerne unseren Kindern. Welche Hosen man tragen muss, welche Konsolen man haben muss, welche Handys man wollen muss. Und wenn man oft genug erzählt bekommt, dass es genau das ist, worum es im Leben geht, irgendwann beginnt man dann es zu glauben. Dass es glücklich macht, mehr Geld zu haben, mehr Dinge kaufen zu können, mehr Dinge zu besitzen. Und dass man dafür eben alles andere in Kauf nehmen muss: Die harte Arbeit, die wachsende Ungerechtigkeit und alles andere, was dieses System für uns bereithält. Dass es absolut verständlich ist, dass viele Menschen über Leichen gehen, um erfolgreich zu sein, denn schließlich sind Erfolg und Geld die entscheidenden und messbaren Faktoren für den wirtschaftlichen Menschen. Wer mehr Geld und Dinge hat, ist Sieger im Spiel, das wir Leben nennen. Und manchmal erwischt man sich dabei, wie man selbst auch daran glaubt. Dass man berufliche Ambitionen hat, weil es um finanzielle Verbesserung geht. Dass man sein eigenes Glück daran misst, ob man sich denn alles leisten kann, was man will. Oder dass man dem Konsumzwang nachgibt, weil man halt doch nicht den Mut oder die Kraft hat, dagegen anzukämpfen. Das alles ist er, der „Kaufhaltwas“, der immer wieder unseren Kopf ein kleines Stückchen verdreht, damit wir die Ungerechtigkeiten der Welt um eben dieses Stückchen aus den Augen verlieren.

Hampelmänner

Hier kannst du das PDF zum Ausdrucken downloaden. Dann einfach ausschneiden, den Anweisungen am Bastelbogen folgen und schon kannst du die Monstergehilfen zum Tanzen bringen.


Das Kinderbuch

Unser Büchlein mit dem Titel "Die Zukunft in deinem Herzen" erklärt die Geschichte der Kampagne für Kinder im Alter von 6-10 Jahren, hat viele Mitmachseiten und ist gratis im Büro der Bundesorganisation erhältlich. Hier eine Online-Version zum Durchblättern.


Der Folder

Hier die Kurzzusammenfassung unserer Kampagne in Form eines Folders zum Durchblättern.

 
Druckansicht

Die Plakate

Hier könnt ihr euch durch die in der Bundesorganisation erhältlichen Kampagnenplakate durchklicken.

 


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