Nicole Solarz

Fasching ist Familienzeit - Wir liefern Ideen fürs Basteln von Upcycling-Kostümen

Viel zu oft gehen gemeinsame Aktivitäten im Alltagsstress unter. Qualitätsvolle Zeit ist das Schönste, was man Kindern schenken kann. Also warum nicht einzigartige Kostüme mit den Lieben selbst gestalten? Wir bieten Anregungen dazu und holen einige Beispiele vor den Faschings-Vorhang.

Es ist die Hoch-Zeit des Faschings. Überall im Spielwarenhandel und in vielen Supermärkten werden närrische Verkleidungen angeboten. Fertige Kostüme für Prinzessinnen, Ritter, Clowns und viele andere Rollen warten nur darauf, dass Kinder in sie hineinschlüpfen. Viele Familien verfügen über einen Verkleidungsfundus. Aber ein Reiz des Faschings liegt in der Vielfalt – jedes Jahr in eine neue Rolle schlüpfen können. Sich ausprobieren, die Fantasie spielen lassen.


Selbstgebastelte Kostüme sorgen für Hochgefühle mit den Eltern

Wer besonders erfinderisch ist, der bastelt sich das Faschings-Outfit der Kinder und seines selbst. Das tolle daran: Es sind Unikate. Die Kinder können mithelfen. Und die Kostüme werden gemeinsam mit dem/der besten Freundin und gleichzeitig größten Vorbild erstellt – unschlagbar! „Wir setzen in unserer Arbeit nicht nur darauf, Kinder bestmöglich zu betreuen. Wir wollen auch Eltern „Werkzeug“ bieten, gemeinsame Zeit noch schöner zu erleben“, sagt Kinderfreunde- Landesgeschäftsführerin Vera Schlager. Dazu liefern die Kinderfreundinnen und Kinderfreunde konkrete Vorschläge für Upcycling-Kostüme. Denn mit Sachen, die man sonst wegwerfen würde, lässt sich nicht nur wunderbar basteln - es ist mit jedem Familienbudget möglich!


Spaß mit Fliege

Warum zum Beispiel nicht einmal als Fliege gehen? Alles was es dazu braucht sind alte Teesiebe, eine Nylonstrumpfhose, einen Gummizug, einen schwarzen Sack und Draht. In den Sack werden Löcher für Kopf und Arme geschnitten. Die Beine sind bei der Öffnung. Eventuell zieht man hier noch einen Gummi ein. Darunter trägt das Kind eine enge schwarze Hose und einen schwarzen Pulli.
Für die Fliegenbrille nimmt man die Teesiebe und befestigt sie am Draht und mit einem Gummiband am Kopf. Mit der Strumpfhose und Draht kann man Flügel basteln. Getragen werden sie wie ein Rucksack mit Gummiband.


Bett-Held rettet die Welt

Oder der Held zum Selberbasteln: Bettman bzw. Bettgirl (kein Schreibfehler ;-). Mit einer alten Wärmeflasche, altem Gewand (Schlafanzug, Patschen, Mütze, Schere) und einem alten Betttuch wird jede und jeder mit etwas kreativem Einsatz zum Weltretter/zur Weltretterin. Alten Schlafanzug anziehen, (Schlaf-)Mütze aufsetzen und (zugeschnittenes) Betttuch umhängen und am Hals zubinden. Die alte Wärmflasche kann man als Accessoire um den Hals binden. Nun schnell noch in die Patschen schlüpfen und fertig machen, um als Bett-Held die Welt zu retten.


Neue Kostümideen (er-)finden

Natürlich sind auch Accessoires möglich: Indem man auf alte Plastikflaschen ein Spiralmuster zeichnet und dieses dann ausschneidet und mit Folie, Papier oder Steinen dekoriert, lassen sich individuelle Armbänder gestalten. Auf den Webseiten der Kinderfreunde und im Internet finden sich noch tausend andere Ideen für Upcycling-Kostüme. Etwa für Astronauten mit zwei alten Plastikflaschen, einem alten Overall, einem Eimer und Panzertape. Oder ein Elfenkostüm aus alten Zeitungen, Luftballons und Moos. Handwerklich begeisterten Müttern und Vätern stehen Tür und Tor offen. Nicole Solarz, Kinderfreundin und gerade aus Ihrer Karenz in den Landtag zurückgekehrt, hat ihrem Sohn etwa aus einem Schlafanzug und Wollresten ein waschechtes Batman-Kostüm mit cooler Haube gezaubert.


Gemeinsam tun Eltern und Kinder ihr Bestes – sie schenken sich Zeit

Vera Schlager: „Ein Upcycling-Kostüm muss kein Gegenstand der Perfektion sein. So wie Kinder mit ihren liebevollen Basteleien für Eltern ihr Bestes geben, können Eltern das gemeinsam mit ihren Kindern tun. Dem eigentlichen Fasching geht so ein gemeinsames Erleben voran, das die Zeit besonders macht. Das wollen wir erreichen! Davon sollen Eltern wie Kinder profitieren!“


Zur Faschingszeit geht ohne Ehrenamt nichts

In jedem Fall profitieren viele Eltern von der ehrenamtlichen Tätigkeit vieler Kinderfreundinnen und Kinderfreunde in 29 Ortsorganisationen in Salzburg. Zahlreiche Feste in Salzburgs Gemeinden und Städten werden von hunderten freiwilligen Helferinnen und Helfern aus dem Boden gestampft – mit jeder Menge Engagement, Kraft und Kreativität: „Zu Fasching rennt fast jede Kinderfreundin
und jeder Kinderfreund. Es ist auf allen Ebenen wichtig, Verantwortung für das Gemeinwohl zu übernehmen. Wir tun das jedes Jahr in weit über 100 Aktionen, die fast immer kostenlos sind. Dafür möchte ich mich bei allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern ganz herzlich bedanken!“, sagt Kinderfreunde-Landesvorsitzende Cornelia Schmidjell.


Ohne Waffen besser feiern und pädagogisch sinnvoller spielen

Eines steht für die KinderfreundInnen jedenfalls gerade am Fasching aber auch darüber hinaus, im täglichen Spiel fest: Martialische Accessoires wie Pistolen, Gewehre oder anderes Kriegs-Spielgerät sollten Eltern vermeiden. Das Thema Spiel und Verkleiden sollte in keinerlei Beziehung zu Gewalt und Krieg gesetzt werden. Das baut nicht nur Hemmungen ab, es sorgt auch für Gewöhnungseffekte. „Selbst fiktive Gewalt darf keinen Platz im Kinderspiel haben. Dafür gibt es viel zu viele reale Konflikte und Massaker auf der Welt. Waffen sind nicht cool!“, so Vera Schlager. Mit Waffen kann ein Kind nur kämpfen und Unbewaffnete bedrohen. Gewaltspielzeug fördert weder Kreativität noch friedvolle Kommunikation der Kinder.


Hier geht's zu den Faschingsterminen der KinderfreundInnen Salzburg

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