Gruppenfoto - PreisträgerInnen freuen sich über den Inklusionspreis 2017

Nightingale inklusiv gewinnt Wiener Inklusionspreis 2017

Gemeinsam Zeit verbringen, Spaß haben und dabei voneinander lernen – das alles erleben Schülerinnen und Schüler mit Behinderung und Studierende der Pädagogischen Hochschule Wien beim SchülerInnen-Mentoring-Programm „Nightingale inklusiv“. Dieses tolle Projekt der Kinderfreunde-Sonderbetreuung ist nun als einer von zwei Wiener Bundesland-Gewinnern mit dem Inklusionspreis 2017 der Lebenshilfe Österreich ausgezeichnet worden.

Begonnen hat alle im November  2011: Im Rahmen des Projektes “Nightingale inklusiv“ wurden acht SchülerInnen mit Behinderungen im Alter von acht bis 15 Jahren von Studierenden der Pädagogischen Hochschule (PH) Wien einmal in der Woche für einige Stunden in der Freizeit begleitet. Die SchülerInnen kamen aus dem Zentrum für Inklusiv- und Sonderpädagogik (ZIS) Leopoldsgasse. Initiator für das Projekt war Mag. Rainer Grubich vom Büro für Inklusive Bildung der PH Wien, der das Projekt gemeinsam mit Michaela Stab und Veera Lindholm von der Abteilung Sonderbetreuung der Wiener Kinderfreunde leitet.

„Nightingale inklusiv“ – Freizeitbegleitung von SchülerInnen mit Behinderungen

Die MentorInnen unternehmen Ausflüge mit den SchülerInnen (Tiergarten, Prater, Museen, Eislaufverein, Kindertheater, etc.), Spaziergänge oder sonstige Aktivitäten, die den SchülerInnen Freude machten. Sie sind ein Schuljahr lang intensiv als Bezugspersonen mit ihren Mentees in Kontakt und lernten dadurch deren Lebenswelt kennen.

Die SchülerInnen erhalten - ungeachtet ihrer Behinderungen - die Möglichkeit, ihre Freizeit qualitätvoll zu verbringen, die Kultur- und Bildungsangebote der Stadt zu nutzen, mit allen Sinnen zu lernen, mehr Selbstvertrauen zu gewinnen und ihre Persönlichkeit zu stärken.

Die Studierenden sammeln praktische Erfahrungen in der Begleitung von SchülerInnen mit Behinderungen und gewinnen einen Einblick in das Alltagsleben ihrer Mentees und deren Familien. Sie leisten mit ihrem Engagement einen wichtigen Beitrag zur Inklusion. Derzeit gibt es sieben "Tandems" aus Studierenden und SchülerInnen.

Das Projekt ist eine Weiterentwicklung des Projekts „Nightingale“, das in Israel entwickelt wurde und unter „Nightingale Vienna“ als Freizeitbegleitungsprojekt für Kinder mit Migrationshintergrund in Wien – ebenfalls von den Kinderfreunden –  durchgeführt wird.

Nightingale inklusiv und Nightingale Vienna waren so erfolgreich, dass sie bis heute weitergeführt werden. Schon bald kam die Währinger Hans Radl Schule an Bord und eine Teilnahme an den beiden Projekten wird als Studienpraxis angerechnet.

Michaela Stab und Veera Lindholm von den Wiener Kinderfreunden schulen die Studierenden für das Mentoring mit SchülerInnen mit Behinderungen ein, koordinieren und begleiten die Gruppentreffen der MentorInnen, den Starttag und das Abschlussfest.

Das Projekt Nightingale inklusiv wird gefördert durch das Bildungsministerium, die Köck-Stiftung, die Bezirksvorstehung Leopoldstadt sowie viele private SpenderInnen.

Foto (c) Lebenshilfe Österreich/Antina Zlatkova

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