Einige Teilnehmende im Selfie

IFM-Training Courses "Youth for Peace"

25.-31.Mai 2015 - in Werftpfuhl bei Berlin (Deutschland)

Die Internationale Falkenbewegung - Sozialistische Erziehungsinternationale (IFM-SEI) organisierte zwei Seminare parallel zu dem Überthema "Peace Education - Youth for Peace". Die beiden Seminar drehten sich rund um die Themen "Conflict and War" und "Mediation". Simon war dort im Team, das die Seminare durchführte und gibt einen kurzen Bericht:

Als ich mich in den Zug nach Berlin setzte, um dort in der Nähe, ein Seminar mit anzuleiten, zum Thema Friedenserziehung, Konflikt und Krieg und Mediation, fiel mir einmal mehr auf, wie wichtig und groß und komplex dieses Thema ist. Für Unmengen von Menschen sind aktuelle Konflikte, Kriege und ebenso vergangene Kriege sehr bestimmend für den Alltag und ihre persönliche Entwicklung. Diese Themen, die mir schon im Zug durch den Kopf gingen, sollten mich die Woche über begleiten.

Die internationale Falkenbewegung IFM-SEI (International Falcon Movement – Socialist Educational International) beschloss vor zwei Jahren ein Projekt zu machen, um Mitgliedsorganisationen aus Krisengebieten einen Ort zu geben, um miteinander in Kontakt zu geben und ebenso für Menschen aus Nicht-Krisengebieten die Chance zu geben, mehr darüber zu lernen. Dafür wurden jetzt in Werftpfuhl (bei Berlin) zwei Seminare parallel durchgeführt: eines zu „War and Conflict“ und eines zu „Mediation“. Die Seminare fanden vom 25.-31.Mai statt. Insgesamt waren knapp vierzig junge Menschen aus Armenien, Deutschland, Finnland, Georgien, Großbritannien, Israel, Kamerun, Kolumbien, den Niederlanden, Österreich, Palästina, Spanien/Katalonien und Tschechien dort.

Während der Woche hatten wir ein volles Programm, mit einigen gemeinsamen Workshops – gerade zu den Grundlagen „Was ist Frieden? Was ist Friedenserziehung?“ und „Woher kommt Krieg? Was hat das mit dem Kapitalismus zu tun?“ und gemeinsamen sozialen Momenten – gemeinsamen Lagerfeuer, einem Austausch zu den Organisationen und vielen Parties. Den Rest der Zeit machten wir getrenntes Programm in den beiden Seminaren.

Die stärksten Momente während der Woche waren die, in denen junge Menschen aus den Krisengebieten Teile ihrer Geschichte und Lebensrealität teilten. Sei es, dass die armenische Delegation am Abend einiges erzählt hat von dem Genozid in Armenien und welche Emotionen das immer noch auslöst oder dass ein junger Mann aus Israel und eine junge Frau aus Palästina einen gemeinsamen Programmpart organisieren, um Kindheitserinnerungen zu teilen. Gerade dieses letzte Beispiel hat eine besondere Kraft entwickelt, weil der Israel-Palästina-Konflikt der einzige war, wo Leute von beiden Konfliktparteien anwesend waren. Diese winzig kleinen Momente zeigen aber eines sehr deutlich: Dialog ist möglich und das könnte eventuell den Konflikt irgendwann ändern oder sogar aus der Welt schaffen!

Ich bin froh, diese Erfahrung gemacht haben zu dürfen und kann es nur weiterempfehlen. Wir können viel über Frieden reden – aber so richtig plastisch wird es erst, wenn man Menschen trifft, die tatsächlich Krieg erlebt haben – zumindest für mich!

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