Teilnehmer haben Spaß

Über den Tellerrand hinaus und noch viel weiter!

10.-17.Mai 2015 - in Straßburg (Frankreich)

Die International Falcon Movement - Socialist Educational International (IFM-SEI) veranstaltete eine Study Session unter dem Titel "Charter for all" zu den Themen Menschenrechtserziehung und demokratische Bürgerschaft. Chrisi hat das Seminar besucht und erzählt von ihren Erfahrungen:

Ich sitz in der Straßenbahn und blicke zum Fenster hinaus. Die Stadt zieht langsam vorbei und ich werd schon immer aufgeregter, doch anfangs ist es mir noch gar nicht so bewusst,  da ich von der Welt, die vor meinen Augen immer wieder verschwimmt, ziemlich beeindruckt und eingeschüchtert bin.
 Es macht den Eindruck, als wär ich gar nicht mehr auf dieser Welt. So vieles ist modern und doch verschmilzt es mit der Architektur von einigen älteren Bauten.

Ich denke an all jene Menschen, die nicht in dieser Stadt leben die in diesem Augenblick versuchen in die Festung Europa hineinzugelangen und für die es ein Traum bleiben wird, jemals in so einer Umgebung zu leben. Und das alles nur weil man wo anders geboren wurde…

Schon auf dem Weg ins European Youth Center von Straßburg, spukten mir diese Gedanken in meinem Kopf herum, doch dass sie sich durch die ganze Study Session ziehen würden hatte ich mir in diesem Moment nicht gedacht.

Charter for all – Eine Study Session mit dem Thema Human Rights Education und Democratic Citizenship.

Geniale Trainer und eine geniale Atmosphäre in der man einfach nur gerne lernen kann.

Schon von der ersten Session an, war es einfach ein Genuss mit den Menschen zu arbeiten, die von den verschiedensten Orten der Welt kamen. Georgien, Finnland, Peru, Lettland, England, Italien Palästina, Spanien, Schweden, Litauen, Mali, Belgien, Frankreich, Serbien, Ungarn, und natürlich Österreich. Angefangen hatten wir mit der Aufgabe, ein Titelblatt einer internationalen Menschenrechtszeitung, in kleinen Gruppen, zu gestalten. Spätestens nach den Präsentationen wurde Vielen bewusst, wie wichtig es ist, dass wir alle hier sind um uns auszutauschen und etwas Neues zu lernen.
 Doch damit war es ja noch nicht genug. Die Teamer gaben sich alle Mühe, uns das Thema Human Rights Education und Democratic Citizenship näher zu bringen und zwar so dass wir es verstehen würden.

Es waren unglaubliche Planspiele dabei, wo wir in eine kleine Stadt namens Sleepyville eintauchten und über die Errichtung einer Moschee stritten. Wir überlegten was denn eigentlich Menschenrechte sind und ob es einen Unterschied zwischen Papier und Realität gibt. Wir planten unsere eigenen Workshops und setzten sie in die Tat um. Letztendlich machten wir uns alle einen Plan, wie wir das Gelernte, mit nach Hause nehmen und in die Tat umsetzten könnten. Das Ganze wurde schließlich durch eine Kunstausstellung präsentiert und wir verliehen uns gegenseitig selbst gebastelte Preise.

Mit jeder Session, lernten wir mehr und blickten immer mehr eine Spur über den Teller.

Zusammengefasst gesagt, war es eine der inhaltlich stärksten Projekte an denen ich bis jetzt teilgenommen habe. Es ist nicht nur schön, in ein anderes Land zu fahren, dort die Stadt zu sehen und Menschen von der ganzen Welt zu treffen. Es ist mindestens genauso toll, auf ein Projekt zu fahren, außergewöhnliche Leute zu treffen, unglaublich viel zu lernen, gemeinsam einen Weg für eine bessere Welt zu finden und über den Tellerrand hinauszuschauen.
 

Für das nächste Projekt, kann ich dir liebe Leserin, lieber Leser also nur einen Rat geben:

Nimm dir Urlaub und fahr mit, es wird deine Welt verändern!

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