Ganztagsschulsysteme in Europa

Die Rahmenbedingungen von ganztägigen Bildungsstrukturen in der Pflichtschule im europäischen Vergleich 

Die institutionellen Arrangements, über die sich staatliche und private Institutionen sowie Familien Betreuung, Bildung und Erziehung von Kindern aufteilen sind das Ergebnis gesellschaftlicher Ausverhandlungsprozesse. Der Status quo erscheint dabei vorschnell normal. Der forschende Blick über die Landesgrenzen und auf die historische Entwicklung von Schule nämlich zeigt eine Vielzahl verschiedener “Normalitäten”.

Für den Aufbau und die Weiterentwicklung der Pflichtschulsysteme waren und sind nationale Machtverteilungen zwischen gesellschaftspolitischen Ideologien, AkteurInnen und Interessensgruppen wesentlich. Dabei werden sozialpolitische, arbeitsmarktpolitische, pädagogische und demografische Argumente in Position gebracht. Derzeit ist in Europa sowohl eine Ausweitung der Schulzeit (z.B. Deutschland, Österreich, Dänemark) als auch der Rückbau von Ganztagsstrukturen zu beobachten (z.B. Italien).

Die Entwicklung und Gestaltung von Ganztagsschulangebote in Tschechien, Schweden, Österreich, Italien, Großbritannien, Frankreich, Deutschland auf Pflichtschulniveau wird im Rahmen dieses Forschungsprojekts auf Basis einer Literaturanalyse und ExpertInnenbefragungen untersucht.

Projektdurchführung: Korinna Lindinger
Projektstart: Oktober 2016
Fertigstellung: Sommer 2017
Freigabe: nicht erfolgt
Auftraggeber: Arbeiterkammer Wien
Projektnummer: gan-61607

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