90 Jahre Rote Falken

Rote Falken feierten 90. Geburtstag
Stimmungsvoller Festakt im Wiener Marx-Palast

Über 300 geladene Gäste aus ganz Österreich folgten dem Ruf der Roten Falken, die zum Festakt in Wien luden. Als Termin wurde der 19. Juni gewählt – fast auf den Tag genau 90 Jahre nach der ersten Veröffentlichung über die Roten Falken in der Zeitschrift Kinderland. In den vier Blöcken der Veranstaltung gingen die Redner/innen auf unterschiedliche Aspekte der Falkenarbeit ein: Heli Gotthartsleitner, Bundesvorsitzender der Roten Falken, erinnerte in seiner Rede an die lange Tradition der Bewegung: „Dass Anton Tesarek mit seiner Idee, unzähligen Generationen von jungen Menschen eine soziale aber auch politische Heimat geben würde, war zu diesem Zeitpunkt noch nicht absehbar.“ In seinem Redebeitrag behandelte er die politische Dimension der Falkenbewegung.

Im Block „Die Roten Falken und ihre Gruppen“ sprachen Gruppenleiter/innen aus Wien, Oberösterreich, Niederösterreich und der Steiermark über ihren Antrieb und ihre Motivation, jede Woche Zeit für die aktive Gruppenarbeit zu opfern: „Wenn die Kinder Spaß haben und in der Stadt schon aus der Ferne grüßen, dann wissen wir, dass wir bei ihnen etwas bewirken“, so zum Beispiel Manuel aus Graz.

Die Zeltlager der Roten Falken sind für viele Rote Falken der einnerungswürdigste Teil der Falkenarbeit: „Wenn wir Kinderfreunde und Roten Falken zusammenkommen, dann fühlt sich das an wie ein Familientreffen“, erklärte Christian Oxonitsch, Bundesvorsitzender der Österreichischen Kinderfreunde in seiner Rede. Das liege daran, dass die Emotionen und Erinnerungen aus den Zeltlagern unbeschreiblich stark seien.

Im vierten Block „Rote Falken als solidarische Organisation“ sprachen die amtierenden Landesvorsitzenden aus Wien und Oberösterreich, Sandra Kapuy und Sandra Promberger die aktuelle Arbeit der Roten Falken in den Bereichen Solidarität und Antifaschismus. Wenn Unrecht geschehe, dann sei es für die Roten Falken selbstverständlich, sich auf die Seite der Schwächsten der Gesellschaft zu stellen und  zu helfen. Außerdem überbrachte Frieda Schicker Solidaritätsgrüße der britischen Schwesternorganisation „Woodcraft Folk“ als Symbol für die internationale Gemeinschaft, als deren Teil sich die Roten Falken verstehen.

Wie es sich für einen Geburtstag gehört, durften aber natürlich auch Torte, Geschenk (eine speziell angefertigte Falkengitarre) und Geburtstagslied für die Roten Falken nicht fehlen. Und wie es sich für eine Veranstaltung der Roten Falken gehört, war damit noch lange nicht Schluss: Im gemütlichen Rahmen wurde in alten Fotos gewühlt, in Erinnerungen geschwelgt, am Lagerfeuer gesungen und natürlich Erinnerungen an die „gute alte Zeit“ ausgetauscht.

Fotos von Sebastian Philipp

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90 Jahre Festakt

 


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