Kinderschutzzentrum Mostviertel Practice

Best-Practice-Modell für interdisziplinäre Zusammenarbeit präsentiert

Das Kidsnest-Kinderschutzzentrum Mostviertel der Kinderfreunde initiierte und präsentierte ein Best-Practice-Modell für interdisziplinäre Zusammenarbeit im regionalen Kinderschut.

Mag.a Theresia Ruß, Leiterin des Kidsnest-Kinderschutzzentrums Mostviertel: Eine gute Koordination aller involvierten HelferInnen erleichtert in der akuten Krise.Bernhard Wieland, Kidsnest- und Kinderfreunde-Geschäftsführer: Die bestmögliche Kooperation aller Beteiligten ist im Sinne eines effektiven Kinderschutzes unverzichtbar.

Die Aufgabe des Kidsnest-Kinderschutzzentrum Mostviertel der Kinderfreunde Niederösterreich in Amstetten ist es als Schwerpunktberatungsstelle für die Bezirke Amstetten, Melk und Scheibbs rasch und unbürokratisch Beratung und Unterstützung für Kinder, Jugendliche und deren Angehörige sowie für HelferInnen anzubieten, damit sexuelle, physische und psychische Gewalt gegen Kinder möglichst rasch beendet werden kann, Übergriffe möglichst verhindert werden und zum Thema Kinderschutz öffentlich aufgeklärt wird. Stets im Mittelpunkt dabei: Der Schutz des Kindes. Passiert nun bspw. ein sexueller Missbrauch oder Gewalt am Kind bedarf es rascher und gezielter Handlungsschritte, um die Situation für das Kind nicht noch zusätzlich zu verschlimmern. "Wenn hier eine gute Koordination aller involvierten HelferInnen passiert, erleichtert dies in der akuten Krise das Vorgehen für alle Beteiligten (Kind, Bezugsperson, Helfersysteme). Vertrauen und Wissen um die Arbeitsweise der anderen Helfersysteme ist in der konkreten Fallarbeit extrem wichtig" erklärt Mag.a Theresia Ruß, Leiterin des Kidsnest-Kinderschutzzentrums Mostviertel. "Hürden in der Praxis sind etwa personelle Wechsel (schon aufgebaute Kooperationsbasis ist dann schnell weg), Neuerungen in der Gesetzgebung, bürokratische und strukturelle Abläufe (z.B. Aufnahmeverfahren in der Klinik).
Deshalb muss laufend an einem Aktualisieren der Kooperation und Koordination gearbeitet werden. Anlass für uns als Kidsnest-Kinderschutzzentrum Mostviertel in einigen Arbeitssitzungen mit mehreren VertreterInnen der Kinderschutzgruppe des Landesklinikums Amstetten, u.a. mit Frau Mag.a Karin Knollmüller als Psychologin und OA Dr. Christoph Wolfram, sowie mit Herrn Ing. Ewald Dieminger und Frau DSA Andrea Palmetshofer als VertreterInnen der Jugendwohlfahrt ein Best-Practice-Modell der Zusammenarbeit im regionalen Kinderschutz auszuarbeiten. "Es geht vor allem darum Vertrauen durch das Kennenlernen des jeweiligen Kooperationspartners, dessen Strukturen und Arbeitsweisen zu befördern", betont Theresia Ruß. Das so entstandene Best-Practice-Modell wurde im Rahmen der Veranstaltung „Vernetzt für den Kinderschutz“ am 27. Mai im Landesklinikum Amstetten der regionalen Fachöffentlichkeit vorgestellt. Als externe FachexpertInnen ergänzten Frau Mag.a Carina Hauser und Herr OA Dr. Novak um die Ergebnisse der Studie: „Gebündeltes Wissen gegen Gewalt: Die Arbeit von Kinderschutzgruppen“.
VertreterInnen des Landeskriminalamtes, der Polizei, der Bezirkshauptmannschaften, der Familiengerichtshilfe sowie aus anderen für den Kinderschutz bedeutenden sozialen Institutionen waren der Einladung zahlreich gefolgt. Bernhard Wieland, Geschäftsführer von Kidsnest und den Kinderfreunden Niederösterreich, dankte für die Initiative, die Aufbereitung und allen Anwesenden für ihr Interesse am Thema: "Eine gute Kooperation sowie ein wechselseitiges Verständnis aller Beteiligten ist in derart komplexen Helfersystemen im Sinne eines effektiven Kinderschutzes unverzichtbar" betonte Wieland vor dem Hintergrund des exemplarisch durchgearbeiteten Kinderschutz-Fallbeispiels, bei welchem zehn (!) Institutionen als Akteure beteiligt sind und bestmöglich im Sinne des Kindeswohles zusammenwirken müssen.


Kinderschutzzentrum Mostviertel

Am Foto von links: Ing. Ewald Dieminger, Mag. Carina Hauser, OA Dr. Novak, DSA Andrea Palmetshofer, Kidsnest- und Kinderfreunde-Geschäftsführer Bernhard Wieland, die Leiterin des Kidsnest-Kinderschutzzentrums Mostviertel Mag.a Theresia Ruß, Mag.a Karin Knollmüller und OA Dr. Christoph Wolfram bei der Präsentation eines Best-Practice-Modells für interdisziplinäre Zusammenarbeit im regionalen Kinderschutz, welches im Rahmen des 6. Regionalen Vernetzungstreffen "Vernetzt für den Kinderschutz" am vergangenen Montag, den 27. Mai im Landesklinikum Amstetten der regionalen Fachöffentlichkeit vorgestellt wurde.

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