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Kinderfreunde fordern Wiedereinführung des Jugendgerichtshofs (Presseaussendung)

Im Rahmen der Konferenz AUFBRUCH_13 unterstützte auch Renate Winter, Mitglied im UN-Kinderrechte-Ausschuss, diese Forderung. „Weltweit wurde Österreich für diese Einrichtung gelobt, die dann aus politischen Gründen beinhart abgedreht wurde“, so Oxonitsch.

Heute werde spürbar, wie sehr der Gerichtshof abgeht: „Kinder und Jugendliche haben auch vor Gericht spezielle Bedürfnisse und um diese zu erfüllen, müssen alle Beteiligten besonders ausgebildet werden“, fordert Oxonitsch. Es sei jedoch typisch, dass eine gut durchdachte und angesehene Institution unter der schwarz-blauen Bundesregierung abgedreht wurde. „Vor allem die FPÖ ist nicht an Problemlösungen, sondern Eskalation interessiert.

Kein Wunder, dass ihnen der Jugendgerichtshof ein Dorn im Auge war.“, so Oxonitsch. Der Ansatz von sensiblem Umgang mit jugendlichen Straftätern und sozialen Maßnahmen statt der Kriminalisierung von Jugendlichen sei vorbildhaft gewesen. „Es ist an der Zeit, dass die Republik wieder eine Vorreiterrolle im Kinderrechte-Bereich einnimmt und den Jugendgerichtshof wieder installiert“, fordert Oxonitsch in seiner Rede auf der Konferenz.

AUFBRUCH_13 ist die größte Zusammenkunft der Österreichischen Kinderfreunde, bei der über 500 Personen aus den verschiedensten pädagogischen Bereichen zusammenkommen, um sich über die aktuellen Herausforderungen der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen auszutauschen. Hauptredner waren der Autor Robert Misik, Migrationsforscher Mark Terkessidis, Richterin Renate Winter und Romy Grasgruber von SOS-Mitmensch.

Rückfragen: Mag. (FH) Daniel Bohmann, Pressereferent der Österreichischen Kinderfreunde Tel.: 01 / 512 12 98 / 60, 0699 / 195 29 488, daniel.bohmann@kinderfreunde.at
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