Psychologen an jeder Schule

Wien, 15. November 2006 – Die Wiener Kinderfreunde begrüßen die Forderung der Wiener Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl. „Wenn Kinder Probleme haben, wird zunächst nur gesehen, dass sie Probleme machen.

Dabei wäre es viel wichtiger hinzuschauen, warum diese Kinder sich anders verhalten, als von ihnen erwartet wird“, meint Erni Graßberger, Vorsitzende der Wiener Kinderfreunde.

Die Kinderfreunde haben in ihren 139 Kindergärten und Horten die Erfahrung gemacht, dass man mit einem Beratungsangebot, das auch in der pädagogischen Einrichtung zur Verfügung steht, unter Einbindung von PädagogInnen und Eltern, den Kindern sehr gut ganzheitlich helfen kann.

Das professionelle interdisziplinäre Beratungsteam der Kinderfreunde (Sonder- und Heilpädagogik, Psychologie, Psychotherapie) kann von PädagogInnen, Eltern und auch von den Kindern herangezogen werden, wenn im Hinblick auf die Entwicklung und das innere Gleichgewicht eines Kindes professionelle Unterstützung über die Kompetenz der KindergartenpädagogInnen hinaus nötig erscheint.

Dies kann sich beispielsweise auf eine plötzliche starke Veränderung des Verhaltens oder auf eine auffallende Entwicklungsverzögerung beziehen. Nach einem telefonischen Kontakt wird in Absprache mit den Eltern gegebenenfalls vor Ort beobachtet, mit den PädagogInnen und den Kindern gesprochen. Gemeinsam wird dann überlegt, was das Kind und die Eltern brauchen.

„Dieses niedrigschwellige Unterstützungsangebot für alle Situationen, in denen PädagogInnen erkennen, dass ein Kind Hilfe braucht, wird von den Eltern sehr gut angenommen. Das wäre sicherlich auch in Schulen sinnvoll“, so Graßberger.

Rückfragen zu diesem Text richten Sie bitte an:
Michaela Müller-Wenzel, Wiener Kinderfreunde, Tel. 01/401 25-55,
E-Mail:

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