UNICEF Studie zur Lage der Kinder in Industriestaaten - und wie wird damit umgegangen

Wien, 15. Februar 2007 – Beobachtet man die ersten internationalen Reaktionen auf die gestern erschienene UNICEF Studie zur Lage der Kinder in Industriestaaten wird eines augenfällig: Die Ergebnisse werden sehr ernstgenommen.
In England (Schlusslicht) gab es gestern kein anderes Thema in den Medien, in Deutschland (auf Platz 10, also 8 Plätze besser gereiht als Österreich) sind sich die Vorsitzende der Bundestags-Kinderkommission (SPD) und die Familienministerin (CDU) einig, dass die Ergebnisse alarmierend sind und Handlungsbedarf herrscht.
Erste, in heutigen Tageszeitungen etwa über Mobbing, Impfzeitpunkte und die Vergleichbarkeit von Studiendaten unterschiedlichen Jahrgangs zitierte Reaktionen von Fachleuten aus Österreich sind eher skeptisch oder beschwichtigend.
Ja, Studien sind Studien. Sie sind Momentaufnahmen und Befragungsergebnisse sind immer mehrdimensional zu betrachten. Aber bitte! Die Situation österreichischer Kinder ist im internationalen Vergleich von Industriestaaten an 18. Stelle von 21 Nationen. Nicht im Mittelfeld, nicht ein wenig unterdurchschnittlich sondern am viert letzten Platz - nur Ungarn, die USA und Großbritannien liegen schlechter.
Also bitte nützen wir diesen internationalen Vergleich und fokussieren wir tatkräftig das Thema Kinderfreundlichkeit in Österreich! Bereiche und Ideen für Verbesserungen gibt es genug. Und eine große Koalition kann viel weiterbringen. Wir arbeiten gerne mit!

Christian Morawek
Geschäftsführer der Wiener Kinderfreunde

Rückfragen zu diesem Text richten Sie bitte an Michaela Müller-Wenzel, Tel. 01-40125-55, Email:

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