Gruppenfoto des interkulturellen ElternbildnerInnen-Lehrganges

Lehrgang zur „Interkulturellen Eltern-Kind-Gruppenleiterin“ gestartet!

...eine Kooperation der Kinderfreunde Österreich und Wien

Als erste Organisation in Österreich haben die Wiener Kinderfreunde in Kooperation mit der Bundesorganisation einen derartigen Kurs ausgeschrieben. Am Lehrgang nehmen 19 Personen teil, Lehrgangsstart war am 10. März 2009.
LeiterInnen von interkulturellen Eltern-Kind-Gruppen werden Elternrunden im Kindergarten, in Schulen, Eltern-Kind-Zentren etc. betreuen. In den Elternrunden geht es um Austausch und Information für Eltern mit Migrationshintergrund. Die Themen erstrecken sich von allgemeinen Fragen zu Erziehung, Bildungswesen in Österreich, Sprachförderung etc.
„Der Kurs ist besonders für Personen gedacht, denen Migration, Bildungsbenachteiligung von Kindern, Sprachförderung, interkulturelles Zusammenleben ein Anliegen sind,“ so Sigrid Spenger. „Besonders angesprochen werden Menschen mit Migrationshintergrund, die selbst schon Eltern sind und über gute Deutschkenntnisse verfügen. Es sind keine sonstigen pädagogischen oder psychosozialen Vorqualifikationen oder Kenntnisse notwendig.“
„ Die Wiener Kinderfreunde haben als erste in Wien das Thema Migration und die damit verbundenen Herausforderungen im Elementarbereich aufgegriffen und reagieren damit in einem ersten Schritt auf die oft problematische Situation in Brennpunktkindergärten. Die Unterstützung der Eltern mit Migrationshintergrund soll durch dafür qualifizierte Personen, die selber Migrationshintergrund haben, gewährleistet werden. Davon werden die Kindergärten, die Eltern und natürlich auch die Kinder selbst profitieren, denn gestärkte und informierte Eltern sind eine wesentliche Ressource für ihre Kinder.“
Am ersten Lehrgang, der am 10. März begonnen hat, nehmen 19 Personen teil, davon 17 Frauen und zwei Männer. Sie kommen ursprünglich aus dem Iran, aus Syrien, der Türkei, Kroatien, Deutschland, Russland, der Slowakei, Südamerika und Österreich. Themen werden unter anderem Entwicklungspsychologie, Kommunikation und Konfliktregelung, Soziologie einer interkulturellen Gruppe, Gesundheitserziehung, Medien- und Konsumerziehung, Ethik, Werte, Religion sowie Programmplanung und Organisation von Elternrunden sein.
„Die Gruppe bietet eine schöne Vielfalt, was das Alter, die Quellenberufe, Herkunftsländer und Sprachen betrifft,“ berichtet Sigrid Spenger. „Besonders freut es uns, dass die Motivation der TeilnehmerInnen diesen Lehrgang zu absolvieren, vorrangig das soziale Engagement ist: In den Bewerbungsgesprächen haben alle betont, dass sie ihre eigenen Erfahrungen gerne zur Verfügung stellen und den Eltern und Kindern beim Ankommen und Zurechtfinden in Österreich helfen möchten. Damit wollen sie einen Beitrag zu gelingender Integration und Chancengleichheit leisten. Alle konnten sich sehr gut vorstellen auch nach dem Lehrgang den Kinderfreunden für Elternbildungsmaßnahmen zur Verfügung zu stehen.“
Es waren zum Teil sehr berührenden Biograpien und Migrationsgeschichten, die bei den Bewerbungsgesprächen zur Sprache kamen. Das macht die OrganisatorInnen des Kurses sicher, dass der ein Jahr dauernde Kurs den TeilnehmerInnen neue Lebensperspektiven und Aufgaben bieten wird .
Der Lehrgang dauert ein Jahr. Die Treffen finden wöchentlich bzw. 14-tägig Dienstag oder Mittwoch in der Zeit von 9.00 bis 14.15 Uhr statt. Sommerpause ist von Mitte Juni – Mitte September.
Dieser Lehrgang wird vom Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend gefördert.
Mehr Information:
Sigrid Spenger,Tel.: 01 / 401 25 – 54

Kinderfreunde Wien, Albertgasse 23, 1080 Wien

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