BUKO Wertemanifest

Leuchtturmprojekt: Unser Wertemanifest

1) Projektbeschreibung: Unser Wertemanifest

Die Österreichischen Kinderfreunde haben bei der Bundeskonferenz 2015 in Graz einstimmig das neue Wertemanifest beschlossen. Dem ging eine lange und intensive inhaltliche Debatte auf allen Ebenen der Kinderfreunde voran.

Unter dem Motto „Verändern wir die Welt!“ haben wir 2013 eine Kampagne gestartet, die letztendlich eine inhaltliche Auseinandersetzung mit uns selbst und unseren Werten auslöste. Dieser Prozess wurde von der Bundesorganisation begleitet und betreut. Wir entwickelten Workshopmaterialien für alle Gruppen und Einrichtungen, damit diese sich mit ihrer Umgebung auseinandersetzen konnten. Unter dem Motto „999 Schritte für eine bessere Welt!“ unternahmen unzählige Strukturen der Kinderfreunde Klein- und Kleinstprojekte in ganz Österreich um die Welt ein wenig besser zu machen. Darunter waren aber auch ganz große und tolle Aktionen die das Potential unserer Ortsgruppen und Einrichtungen spiegelten.

Alle diese Aktionen beruhten auf unseren sechs Werten: Freiheit, Gleichheit, Solidarität, Frieden, Gerechtigkeit und Vielfalt.

Uns genügte es aber nicht nur hier Taten und Zeichen zu setzten, wir wollten dem Ganzen auch ein theoretisches Fundament geben: Unser Wertemanifest.

2014 fanden sechs „Werteforen“ in ganz Österreich statt. Gemeinsam mit den Landesorganisationen luden wir Vertreterinnen und Vertreter der Basis ein, mit uns über unsere Werte zu diskutieren. Die Ergebnisse wurden gesammelt und schlussendlich wurde im Jänner 2015 in Wien der „Wertekonvent“ abgehalten, wo noch einmal der Text mit Vertreterinnen und Vertretern aller Kinderfreunde Strukturen diskutiert wurde. Dabei waren die Roten Falken, Vertreterinnen der hauptamtlichen Pädagoginnen, Vertreterinnen und Vertreter aus diversen ehrenamtlichen Gremien und aus der Kindergruppenarbeit sowie aus der politischen Arbeit.

Dieser gemeinsam erarbeitete Text wurde dann bei der Bundeskonferenz in Graz im April 2015 einstimmig beschlossen. Nun haben wir wieder ein inhaltliches Grundsatzpapier das uns bei unserer Arbeit Orientierung geben wird. Wie Leuchttürme werden unsere Werte uns den Weg weisen. Und zwar auf allen Ebenen der Kinderfreunde. Egal ob in der Ortsgruppe oder im Kindergarten: Unsere Aktionen, unser Handeln und unsere tägliche Arbeit wird sich an diesen sechs Werten orientieren. Wo „Kinderfreunde“ draufsteht, sind Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, Solidarität, Vielfalt und Friede drinnen!

2) Wer sind die Menschen hinter dem Projekt?

Die Kinderfreunde haben unter dem Bundesvorsitzenden Christian Oxonitsch und dem Bundesgeschäftsführer Jürgen Czernohorszky diesen Prozess gestartet. Daniel Bohmann ist für einen Großteil der Texte verantwortlich. Bernd Dobesberger hat die Schirmherrschaft über den Prozess übernommen und auch Texte beigesteuert. Letztendlich waren es aber die vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei den Werteforen und dem Wertekonvent, die dem Text zu einem Text der gesamten Kinderfreundebewegung machten und unsere Strukturen, die das Manifest mit ihren Aktionen und Projekten mit Leben füllen.

3) Wir verändern die Welt!

Es ist tatsächlich so, dass dieser Prozess und die inhaltliche und praktische Auseinandersetzung mit den sechs Werten unsere gesamte Organisation mit Leben füllt. Mit den „Schritten“ werden unsere vielfältigen Aktionen sichtbar und es ist tatsächlich gelungen, alle Kinderfreunde Strukturen ins Boot zu holen. Von der Krabbelstube über Kinderschutzeinrichtungen bis zur ehrenamtlichen Kinder- und Jugendgruppenarbeit der Falken und unserer Ortsgruppen – alle sind mit Engagement dabei. Die Kinderfreunde haben sich (wieder) mehr mit ihren Grundsätzen auseinandergesetzt.“ Zukunft braucht Herkunft!“, lautet ein alter Slogan der Arbeiterinnen- und Arbeiterbewegung. Mit dem Wertemanifest als theoretische Grundlage werden die Kinderfreunde noch viele Jahre lang die Welt verändern!

4) Stolpersteine

Wir haben von Anfang an versucht, mögliche und von vorangegangenen Programmdiskussionen bekannte Stolpersteine zu vermeiden. Uns war auch wichtig, eine möglichst breite Beteiligung aller Strukturen und Ebenen der Kinderfreunde zu erreichen. Wir haben daher auch ganz gezielt Vertreterinnen und Vertreter der Dienstleistungsbetriebe eingeladen, sich an diesem Prozess zu beteiligen. Ein weiteres wichtiges Anliegen war uns die Einbindung der Kinder- und Jugendgruppenarbeit, sowie der ehrenamtlichen Funktionärinnen und Funktionäre. Dementsprechend haben wir Zeit und Veranstaltungsformate eingeplant und kreiert.

5) Wie wirkt das Projekt  auf Teilnehmerinnen und Teilnehmer?

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, egal ob den Foren, dem Wertekonvent oder der Bundeskonferenz, waren mit großem Engagement bei der Sache. Viele Ideen und Anregungen sind aus den Diskussionsrunden aufgenommen und eingearbeitet worden. Die Beteiligung der Kinder- und Jugendlichen erfolgte einerseits durch die Teilnahme der Roten Falken bei allen Veranstaltungen und einem eigenen Forum bei der Falkenbundeskonferenz 2014 in Tulln, sowie durch die Vertreterinnen und Vertreter der Kinder- und Jugendgruppenarbeit in den Ortsgruppen.

6) Nachhaltigkeit

Der einstimmige Beschluss bei der Bundeskonferenz 2015 hat gezeigt, dass dieses Wertemanifest auf einer breiten Basis beruht. Es ist nun unser aller Aufgabe diese Werte auch in unserer Arbeit umzusetzen.  Aber das tun wir Kinderfreunde ja schon seit 1908. Dieses Manifest soll uns nur einmal mehr daran erinnern, warum es uns gibt und was uns von anderen Organisationen unterscheidet, aber auch was uns mit anderen Institutionen eint.

Die „999 Schritte“ waren nur der Anfang. Wir Kinderfreunde und Falken werden nicht aufhören, die Welt zu verändern. 

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