Schwandner_Gerstorfer

Feriengestaltung im Zeichen von Covid19

Das Coronavirus hat den Alltag in Österreich auf den Kopf gestellt. Seit Monaten leben wir mit zahlreichen Einschränkungen und Veränderungen, die insbesondere Kinder und Jugendliche stark treffen. Wochenlang mussten sie auf soziale Kontakte verzichten. Durften weder Verwandte noch Freunde treffen. Auch Homeschooling ist für viele Familien zu einer großen Herausforderung und zu einem massiven Problem geworden. Es braucht nun Perspektiven für die Heranwachsenden und für ihre Familien.

Für die Soziallandesrätin und SPÖ Vorsitzende Gerstorfer ist klar: „Was es für den Sportbereich, den Tourismus, die Wirtschaft etc. gibt, braucht es auch für die Interessen der Kinder und Jugendlichen!“

Finanzielle Unterstützung 

Klare und möglichst bundeseinheitliche Regelungen für die Abhaltung von Sommer-Camps und Kinder-Ferienaktionen wünscht sich auch die oberösterreichische Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer, aus deren Ressort zahlreiche Ferienaktionen in Oberösterreich finanziell unterstützt werden. „Die vergangenen Wochen haben die soziale Ungleichheit in Österreich erhöht. Diese Entwicklung macht leider auch vor den Kindern keinen Halt. Ich halte es daher für wichtig, dass Ferienaktionen unter Einhaltung entsprechender Schutzbestimmungen stattfinden können. Gerade heuer gilt es ganz gezielt auf Förderangebote für die Kinder setzen, die vielfach aus Familien kommen, die in der derzeitigen Phase des Homeschoolings ganz besonders gefordert waren. Natürlich lassen sich kindgerechte Förderangebote sehr gut mit Spiel und Spaß vereinbaren, gerade was das betrifft haben wir mit den Kinderfreunden einen hochprofessionellen Partner an unserer Seite mit denen ich entsprechende Konzepte für den Sommer ausarbeiten will.“

Kinder haben Rechte!

„Kinder haben ein Recht auf Gesundheit. Kinder haben aber auch ein Recht auf Bildung, ein Recht auf Freizeit und Sport“, sagt Roland Schwandner, Vorsitzender der Kinderfreunde OÖ und weiter: „Wir sind die Lobby der Kinder, wir sehen es als unsere Aufgabe, darauf zu achten, dass gerade auch jetzt auf die Bedürfnisse der Kinder und vor allem auch auf ihre Rechte geachtet wird. Scheinbar setzt die Regierung andere Prioritäte. Stichwort: Golf & Fußball“. 

Feriencamps mit Lerninhalten

Die Kinderfreunde sind Anbieter von mehr als 30 Feriencamps im Sommer. Für mehr als 1.100 Kinder bedeuten diese Camps jährlich Spaß, Action, Freundschaft, Abwechslung und Erholung. Die Ferienaktion der Kinderfreunde ist oft insbesondere für Kinder aus finanziell benachteiligten Familien die einzige Möglichkeit eines Sommerurlaubes. „Sie nun gänzlich zu streichen wäre das falsche Signal. Gerade in diesem Bereich muss die Regierung die Anliegen der Kinder nach vorne reihen. Es braucht klare und schnelle Regelungen für den nahenden Sommer. Das sind wir den zahlreichen Kindern, die sich auf einen unvergesslichen Sommer im Feriencamp freuen, schuldig!“ sagt Schwandner und weiter: „Zurzeit wird an Mischkonzepten für Feriencamps mit Lerninhalten gearbeitet. Bei diesen Camps soll es nicht ausschließlich um den Lernstoff gehen, Kinder sollen mit Gleichaltrigen auch soziale Kontakte knüpfen und einfach Spaß haben. Dieses Misch-Angebot von Lernen und Freizeit kann gerade auch Familien bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Sommer helfen. Und Kinder die bei Homeschooling benachteiligt waren, können dann aufholen“. 

Mehr Infos zu den Feriencamps: Unter www.kinderfreunde.cc/ferien

Sommer 2020: Wien unterstützt Familien bei Betreuung und Lernen

„Wien wird im kommenden Sommer jedenfalls für eine Unterstützung der Familien beim Lernen und bei der Betreuung ihrer Schulkinder sorgen“, betont Wiens Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky.  „So wird es in unseren Summer City-Camps ein verstärktes Angebot an Förderung – auch für Volksschulkinder – geben.“

Die Summer City Camps sind ein großflächiges Ferienangebot der Stadt Wien, das im Vorjahr gestartet wurde: Heuer stehen an 31 Standorten in ganz Wien Plätze für mindestens 6.000 Kinder und Jugendliche zur Verfügung. „Wir haben die Summer City Camps im Vorjahr mit großem Erfolg gestartet: Der Zuspruch und das positive Feedback von Kindern und Eltern waren für uns Auftrag, das Projekt heuer fortzusetzen“, betont Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky. „Für Kinder sollen Ferien vor allem eine aufregende Zeit sein, die sich ganz bewusst vom Schulalltag unterscheidet und in der sie Energie fürs neue Schuljahr tanken können.“ Die Stadt investiert heuer rund 7 Mio. Euro in das Ferienangebot. 

In Zusammenarbeit mit professionellen Partner-Organisationen wurden drei Programm-Schienen auf die Beine gestellt: Das Programm für Kinder von 6 bis 12 Jahren setzt auf viel Bewegung, Spiel und Spaß und Workshops. Jedes Kind kann dabei Neues ausprobieren und gemeinsam mit anderen in die Welt des Sports eintauchen - vom Schwimmlernkurs bis zum Fußballmatch. Weiters sind auch wieder Ausflüge in die Natur, Kulturerlebnisse, wissenschaftliche Experimente und gemeinsames Kochen geplant. 

Im Rahmen des Jugendprogramms liegt der Fokus auf zielgerichteter Lernunterstützung für SchülerInnen der Schulstufen 5 bis 9 (NMS, AHS-Unterstufe, Polytechnische/Fachmittelschule): Dabei gibt es Förderung in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch, damit alle gut vorbereitet ins neue Schuljahr starten können. Optional können die SchülerInnen am Nachmittag auch ein Freizeitprogramm am selben oder einem nahegelegenen Summer City Camp Standort besuchen.  Schließlich bieten die Summer City Camps auch heuer wieder ein Programm für Kinder mit Behinderung: Der Inklusionsgedanke wird dabei an verschiedenen Standorten auf vielfältige Art und Weise umgesetzt. 

Förderung wird ausgebaut

Die Summer City Camps stehen allen Wiener Kindern offen, die eine Pflichtschule besuchen und in Wien wohnen und die im Sommer nicht bereits an Campus-Standorten oder im Hort betreut werden. Die Kosten für einen Ganztagsplatz inklusive Mittagessen und Jause betragen 50 Euro pro Woche pro Kind. Die Lernförderung im Rahmen des Jugendprogramms ist gratis – Kosten entstehen Eltern nur für das optionale Freizeitprogramm am Nachmittag.

„Weil durch das verkürzte Semester sicher viele Kinder Nachholbedarf haben, bauen wir die Lernförderung aus und werden sie auch für Volksschulkinder im Rahmen der Summer City Camps anbieten. Die genauen Standorte dazu werden derzeit festgelegt“, betont Jürgen Czernohorszky.

Alle Informationen wird es dann wie gewohnt unter www.summercitycamp.at geben. 

Ebenso angeboten werden heuer im Sommer die VHS-Lernstationen. Im August wird dabei Unterstützung in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch angeboten. Auch werden SchülerInnen wieder die Möglichkeit haben, die VHS Lernstationen kostenlos zu besuchen.  „Die VHS Sommerlernstationen sind besonders geeignet, um sich auf das kommende Schuljahr vorzubereiten“, so Czernohorszky. „ Die SchülerInnen können während der Öffnungszeiten jederzeit an der jeweiligen Volkshochschule vorbeikommen. Sie entscheiden selbst, wie lange sie lernen möchten - die LernbetreuerInnen gehen individuell auf die Bedürfnisse der SchülerInnen ein.“ 

Günstige Urlaube für Kinder und Familien

Wer dem Stadtleben für einige Zeit ganz entfliehen möchte, kann auf ein weiteres Angebot der Stadt zurückgreifen, für das es noch freie Plätze gibt. Für Wiener Kinder zwischen sieben und 14 Jahren werden im Juli und August Urlaube in Österreich angeboten. Die Urlaube dauern entweder acht oder 15 Tage. Die Kosten richten sich nach dem Einkommen. Der Vollpreis beträgt 29 Euro pro Tag und Kind. Es gibt aber auch Förderungen. Ein Beispiel: Bei einem monatlichen Familiennettoeinkommen bis 1.750 Euro zahlt man 23 Euro pro Urlaub und Kind.

Es besteht außerdem die Möglichkeit, im Sommer an Familienurlauben teilzunehmen. Dieses Angebot richtet sich an Familien mit geringem Einkommen. Der Kostenbeitrag für Erwachsene beträgt 13,70 Euro pro Tag, Kinder fahren gratis mit.  „Es gibt noch freie Kapazitäten für bis zu 132 Wiener Familien“, betont Jürgen Czernohorszky. „Das Angebot ist gerade auch in diesem Sommer eine wichtige Unterstützung für Familien.

Beide Angebote werden vom Verein Wiener Jugenderholung (WIJUG)  organisiert:

Alle Infos gibt es unter 01 4000 - 80 11 bzw. www.wien.gv.at/familienurlaub

Hier gibt es die gesamten Pressekonferenz-Unterlagen:

Rückfragen für Presse:

 

Romana Philipp

Pressesprecherin
Österreichische Kinderfreunde
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Handy: 0699-16 88 60 44

 

Harald Scheiblhofer
Pressereferent, Marketing & PR, Kooperationen
Büro: 0732/77 20-120 48
E-Mail: 

 

Michaela Zlamal
Mediensprecherin StR Jürgen Czernohorszky
+43 1 4000 81446

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