Partycipation

Mitbestimmung, Mitarbeiten, Miteinander

darüber machten sich 30 Jugendliche und 12 Leiter*Innen von Ende Dezember 2018 bis Anfang Januar 2019 Gedanken – alles im Rahmen des Youth Exchange Programms „PARTYcipation“.

Ein Bericht einer Teilnehmerin

Schon vor Beginn des Youth Exchange, dass in Döbriach stattfand versuchte die Projektleiterin Christina und der Projektleiter Lukas, in Form eines Preperation-Meetings im Oktober 2018 einige Teilnehmer*innen und Leiter*innen in die Planung miteinzubeziehen. Das Ziel des Vorbereitungstreffens war nicht nur ein erstmaliges Zusammentreffen der anwesenden Abgesandten der Delegationen aus ganz Europa, sondern auch den Youth Exchange bestmöglich an die Bedürfnisse und Wünsche der teilnehmenden Personen anzupassen.

Am 26.12.2018 war es dann soweit – jeweils fünf Teilnehmer*Innen und zwei Leiter*Innen aus Mazedonien, Georgien, Katalonien, England, Österreich und Italien trafen nach teilweise sehr langen Anreisen im Falkencamp Döbriach ein. Da manche Delegationen erst spät in der Nacht kamen, startete das Programm erst am nächsten Tag. Somit wurden nur die Häuser eingeteilt und erste, noch unsichere Versuche gestartet ein Gespräch mit seinem/seiner - noch unbekannten - Mitbewohner*in zu starten – noch dazu ohne die eigene Muttersprache zu verwenden.

Als am nächsten Tag dann alle Delegationen motiviert und mehr oder weniger ausgeschlafen waren konnte der „PARTYcipation“ Youth Exchange endlich richtig starten – zunächst mit einem Energizer – um alle noch motivierter zu machen. Danach startete das Programm, das für diesen Tag darin bestand, sich untereinander kennenzulernen, die wichtigsten Hotspots des Camps und den See zu erkunden und den groben Aufbau des Youth Exchange und die Strukturen solcher Projekte im Allgemeinen zu besprechen. Zudem wurde auch über das große Abschlussevent in Wien am Schluss des Camps gesprochen, über die Mediagroups, die dieses planen sollten und natürlich über die Neujahrsparty zu Silvester. Die nächsten Tage wurden damit verbracht mehr über echte und falsche Mitbestimmung zu erfahren, sich in den Mediagroups zu treffen, die täglichen Energizer anzufechten und was für alle am wichtigsten war – Freundschaften zu knüpfen, miteinander Spaß zu haben, Spiele zu spielen und zu lachen. Programm-Highlights in diesen Tagen waren auf jeden Fall der International-Evening, bei dem jede Delegation typisches Essen ihrer Länder bereitstellte und der Pasta Workshop der italienischen Delegation, um zu zeigen wie die „Profis“ es machen.

Interessant war auch das Planen eines perfekten Youth Exchange, bei dem jeder und jede seine und ihre Idee und Vorstellungen mit einbauen konnte. Das Besondere daran ist, dass dieser Traum-Plan auch Wirklichkeit werden könnte und eine Umsetzung im Sommer geplant ist.

Ein wahrer Traum war auch der Silvesterabend, der zuerst am Lagerfeuer und danach auf der Newyearseveparty verbracht wurde – Musik, gutes Essen und viel Spaß haben auf jeden Fall nicht gefehlt. Der Übertritt ins Jahr 2019 wurde mit einer Tradition aus Katalonien gefeiert, bei der man ab der ersten Sekunde des neuen Jahrs in den darauffolgenden Sekunden zwölf Trauben hintereinander essen muss.

Zwei Tage vor dem gefürchteten Ende der guten Zeit wurden die Koffer gepackt und Döbriach verlassen um mit dem Bus nach Wien zu fahren, wo das „Final-Event“ stattfinden sollte. Am Nachmittag des Ankunftstags lernten die Teilnehmer*Innen das verschneite Wien kennen und bekamen Aufgaben außerhalb der eigenen Komfortzone gestellt, wie nach dem teuersten Zimmer in einem Hotel zu fragen oder im Schaufenster eines Geschäftes ein Foto zu machen. Der nächste Tag wurde mit letzten Vorbereitungen für das Final-Event verbracht, bei dem alle Mediagroups, die über die Woche hinweg Filme und Fotos sammelten, Zeitung schrieben oder den Instagramaccount betrieben hatten ihren Projekten den finalen Schliff verpassten. Vor den eingeladenen Gästen und den anderen Mediagroups präsentierten die jeweiligen Gruppen dann ihre Ausarbeitungen. Zudem erfolgte auch die Übergabe des Youth-Pass, der die Teilnahme eines EU-geförderten Projektes bestätigt.

Nach dem Final-Event ging es wieder zurück ins Jugendhotel - natürlich nicht ohne eine Schneeballschlacht am Weg - und es wurden noch die letzten Stunden gemeinsam im Aufenthaltsraum verbracht.

Der Abschied war schwer, Tränen wurden vergossen und noch tröstende Umarmungen verteilt.
Es war wirklich eine wunderschöne, lehrreiche und unglaubliche Zeit mit vielen neuen Freunden und Freundinnen.
Ein Wiedersehen gibt es bestimmt – spätestens beim Youth Exchange der Träume ,dass alle Grenzen überwindet

​​​​​​​​​Lara Zeller, Teilnehmerin

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