1.300 Kinder bei der Eröffnungsfeier des Bundespfingstlagers im Wiener Rathaus

Kaum zu glauben...

Foto: Österr. KF

Es ist immer etwas Besonderes, wenn so viele Rote Falken und auch Gruppen der Kinderfreunde aus ganz Österreich zusammenkommen. Wenn das ganze auch noch im Herzen der Bundeshauptstadt Wien stattfindet, dann ist es legendär. Zum zweiten Mal nach 1992 haben die Roten Falken Österreich das große Bundespfingstlager auf der Donauinsel in Wien auf die Beine gestellt. Mitten im Grünen und trotzdem im Schatten der Wiener Skyline lag der Zeltplatz, zu dem über 1.300 Kinder und Jugendliche aus ganz Österreich strömten, um drei unvergessliche Tage miteinander zu verbringen. Das Campmotto war "Wir machen uns die Welt wie sie uns gefällt" und damit ein Statement für eine freie, solidarische und gerechte Welt wie sie auch auf diesem Pfingstlager vorgelebt wurde.

Los geht's! Eröffnung & Stationenspiel...

Außer dem wirklich besonderen Zeltplatz war auch das Programm nicht arm an Highlights. Das große Eröffnungsfest hätte keinen feierlicheren Rahmen als das altehrwürdige Wiener Rathaus finden können, dort zeigten die Kinder und Jugendlichen, dass sie gemeinsam Zeichen setzen können - ob durch ihre gemeinsame Lautstärke oder einen beeindruckenden Fackelzug für die Rechte der Kinder. Bürgermeister Michael Häupl hieß die Teilnehmer/innen in der Bundeshauptstadt per Videobotschaft willkommen, Finanzstaatssekretär Andreas Schieder richtete die Begrüßungsworte der Bundesregierung von der Bühne aus. Außerdem wurde gespielt, gesungen, getanzt, angestrengt gelauscht und ausgiebig mit eigens produzierten Klatschpappen geklatscht. Kurz: Die Kinder und Jugendlichen konnten sich bemerkbar machen und brachten die Wände im Rathaus zum Erzittern. Nach dem stimmungsvollen Fackelzug über die Lerchenfelder Straße und der Rückreise per U-Bahn ins Camp ging es (für die meisten) schnell ab ins Zelt, um fit und ausgeschlafen in den nächsten Tag starten zu können. Da wartete nämlich ein tolles Stationenspiel mit unzähligen Stationen zu den Themenkomplexen Umwelt, Rassismus & Ausgrenzung, Armut und Gender. Dort konnten die Kinder und Jugendlichen zeigen wie denn die Welt ist, die ihnen gefällt, welche Ideen und Vorstellungen sie denn haben, wenn es darum geht, die Welt mitzugestalten.

...Stadterkundung & Lagerfeuer - und leider schon wieder vorbei

Der Nachmittag stand im Zeichen der Gruppen und so machten sich einige auf den Weg, die Stadt zu erkunden - egal ob auf den Spuren des Roten Wiens, im Kindermuseum Zoom, im Grätzel der "Ziegelböhmen", am Robinsonspielplatz oder auf einer Kinderrechte-Tour - hier wurde für alle etwas geboten. Am Abend gab es Altbewährtes: Lagerfeuerromantik, traditionelle Rottuchverleihungen, gemeinsames Kochen am Feuer, Gesangseinlagen und verträumte Blicke in das knisternde Feuer - es wäre fast kitschig, wenn es nicht so schön wäre. Nach einer weiteren Nacht im Zelt kam aber auch wieder mal das Ende viel zu früh und so packten die Gruppen ihre Sachen, rollten ihre Zelte ein und verließen nach einem gemeinsamen Abschlusskreis schon wieder die Insel in der Stadt. Und im Gepäck hatten sie dabei viele neue Erfahrungen, neue Ideen und Motivation, die Welt nicht mehr einfach so hinzunehmen, wie sie ist, sondern sie so zu machen, wie sie uns gefällt: Bunt, laut, schrill, gerecht und solidarisch.

Hier einige Impressionen von der Insel.

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Bundespfingstlager 2013

 

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