Symposium "Risiko verboten"

27. November 2015 - ab 09.00

Kinder lernen durch Tun, durch Spielen, durch Bewegung, durch Ausprobieren, angetrieben von ihrer Neugierde. Lässt man sie dabei gewähren, werden sie sich immer wieder auch in Gefahr begeben – und sich dabei möglicherweise auch einmal verletzen. Das Herantasten an Grenzen im Spiel und im Lernen ist eine unabdingbare Voraussetzung für gelingende Entwicklung.

Dabei stellt sich die Frage, welche Rolle den Erwachsenen zukommt, die das Kind umgeben. Das Wissen um die pädagogische Bedeutung der Freiheit und des Abenteuers auf der einen Seite und das Bestehen der unzähligen Normen und gesetzlichen Vorschriften auf der anderen Seite bringt einiges an Unsicherheit mit sich. Zudem gibt es das Kinderrecht auf Selbstbestimmtheit, aber auch das Recht auf Schutz! Dieses Spannungsfeld kennen alle, die mit Kindern arbeiten. Wir wollen uns bei diesem Symposium damit beschäftigen und ausloten, wo der Platz der PädagogInnen ist.

Kinder kommen zu Wort

Während die Erwachsenen tagen, wird sich auch eine Gruppe von Kindern mit Fragen der Sicherheit und des Abenteuers auseinandersetzen. An mehreren Stellen des Programms wird es Begegnungen und Austausch zwischen den Generationen geben.

Aktuell sind manche Kinder (z.B. auf der Flucht) gerade unerträglichen Gefahren ausgesetzt, während andere überbehütet sind. Beides ist problematisch – beides beschäftigt uns!


Anmeldung per Online-Formular


Programm


09.00 | Eintreffen

10.00 | Beginn

Begrüßungen & gemeinsamer Einstieg ins Thema

10.30  | Keynotes | parallel Kinderbeteiligung

„Das Bedürfnis der Gesellschaft nach Schutz – das Bedürfnis des Kindes nach Wagnis und Freiheit“
Prim. Dr. Klaus Vavrik
Kinder- und Jugendarzt, Kinder- und Jugendpsychiater, Psychotherapeut; ärztlicher Leiter des Sozialpädiatrischen Ambulatoriums Fernkorngasse; Präsident österreichische Liga für Kinder- und Jugendgesundheit

„Packt uns nicht in Watte ein, wir wollen was erleben“
Dr. Dipl. Psych. Katrin Hille
Geschäftsführende Gesamtleitung des TransferZentrums für Neurowissenschaften und Lernen an der Universität Ulm

„Das Gesetz zwischen Schutz und Freiheit“
Mag. Roland Kostal
Stellvertretender Leiter der Rechtsabteilung der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt

danach: Fragen und Diskussion

12.30 | Mittagspause
13:30 | Kinder präsentieren ihre Arbeit

14:00 | Panels:  Risiko erlaubt?!

1 Kinder und ihre Rechte – Die UN-Konvention und ihr Ansatz von Freiheit, Schutz und Förderung
Maga Daniela Gruber-Pruner, Österreichische Kinderfreunde

2 Kinder und ihr öffentlicher Raum – Stadtplanung mit kindlichem Blickwinkel
Jutta Kleedorfer, MA 18 Stadtentwicklung und Stadtplanung

3 Kinder und ihre Abenteuer – Outdoorpädagogik als Experimentierfeld
Mag. Martin Heim, Outdoorpädagoge

4 Kinder und ihre Entwicklung – Die Auswirkungen von Überbehütung
Dr. Kathrin Hille, Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen

5 Kinder und das Gesetz – Rechtliche Bestimmungen als pädagogischer Hemmschuh?
Mag. Roland Kostal, Rechtsabteilung AUVA

6 Kinder und der Verkehr – Voraussetzungen für ein sicheres Verhalten
Mag.a Bettina Schützhofer, Institut „sicher unterwegs“

7 Kinder und ihre Freiheit – Unbeobachtete Räume als neuer Luxus
Clemens Rosenauer, Projektleiter Robinsonspielplatz

8 Kinder und ihre Bauten – Kindgerechtes Bauen als architektonische Herausforderung
Jasmin Lederer, aap architekten

9 Kinder und die Normierung – Müssen Sicherheitsstandards pädagogisch einengen?
Dipl.-Ing. Dr. Karl Grün, Director Austrian Standards Development 

10 Kinder und ihr Rucksack – die Bearbeitung von Traumata in der pädagogischen Praxis
Univ.-Lektor Ass.-Prof.in Maga Drin Sabine Völkl-Kernstock

15.30 | Plenum
16.00 | Ende

Tagungsort

Bildungszentrum der AK Wien
1040 Wien, Theresianumgasse 16-18
Die Tiefgarage (Einfahrt neben Argentinierstraße 37) steht für die Dauer der Veranstaltung – nach Maßgabe der freien Plätze – kostenlos zu Ihrer Verfügung!

Information

Österreichische Kinderfreunde
Rauhensteingasse 5/5, 1010 Wien
Tel: 01/512 12 98-0
Mail:

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Österreichische Kinderfreunde - Bundesorganisation
Rauhensteingasse 5/5 · 1010 Wien

Tel.: 01/512 12 98
Fax: 01/512 12 98 DW 62