Newsletter Kinderschutz Jänner 2026

Veröffentlicht am: 14.01.2026

Österreichs Kinderschutz-Studie:
Warum das Wissen über Gewaltformen noch nicht angekommen ist

Die neueste Studie der Kinderschutzorganisation die möwe zeigt fünf Jahre nach der letzten Befragung enttäuschende Ergebnisse: Trotz hoher Medienpräsenz von Gewaltfällen hält immer noch ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung drastische Erziehungsmittel für notwendig. Es bestehen erhebliche Wissenslücken bezüglich psychischer Gewalt, Vernachlässigung und neuen digitalen Formen von Missbrauch. Expertinnen und Experten fordern dringend mehr Aufklärung und Zivilcourage.

>> hier die gesamte Studie, um die detaillierten Zahlen und Forderungen der Expert*innen zu erfahren.

Konsens ist wie Teetrinken:

FREIWILLIG und EINDEUTIG

Theorie und Praxis des Konsenses klaffen oft auseinander – Grenzüberschreitungen sind traurige Realität. Das Video der Blue Seat Studios verdeutlicht die einfache Kernbotschaft: Einverständnis muss stets klar, freiwillig und eindeutig sein. Es ist so offensichtlich, wie man niemanden zum Tee trinken zwingen kann, den er nicht will.

>> zum Video

Nein, auch die Oma kriegt kein Bussi wenn ich das nicht mag!

Jedes Kind hat das Recht, Nein zu sagen – auch zu geliebten Menschen wie der Oma oder dem Opa zu Weihnachten, wenn es kein Bussi geben mag. Dies ist vollkommen in Ordnung und ändert nichts an der Zuneigung.

Wenn wir von Kindern Selbstbestimmung erwarten, müssen wir Erwachsenen ihr Nein respektieren. Das stärkt nachhaltig ihr Selbstvertrauen und ihre Selbstwirksamkeit.

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Recht auf Grenzen:
Warum ein "Nein" Gold wert ist

Alle Kinder dürfen ihre Meinung sagen und haben das Recht, auch gegenüber älteren Jugendlichen und Erwachsenen Nein zu sagen, wenn sie sich unwohl fühlen. Dieses Recht gilt universell, ob im Alltag oder an Feiertagen wie Weihnachten. Ein Kind muss niemandem, auch nicht den Großeltern, einen Kuss oder eine Umarmung aufzwingen lassen, wenn es das nicht möchte. Es ist wichtig zu verstehen: Ein Nein zu einer Geste bedeutet kein Nein zur Person; man hat sich trotzdem lieb.

 

Die Botschaft, dass Kinder Nein sagen dürfen, erfordert von uns Erwachsenen, ihr Ja oder Nein gleichermaßen zu akzeptieren.
Echte Mit- und Selbstbestimmung wird erst dadurch ermöglicht und gefördert. Dies trägt maßgeblich zur Stärkung von Selbstvertrauen und Selbstwirksamkeit bei. Organisationen wie die österreichischen Kinderschutzzentren betonen die Wichtigkeit, kindliche Grenzen zu achten, um sie vor jeglicher Form von Gewalt zu schützen und ihnen zu helfen, sich selbst zu behaupten. So lernen Kinder, wann ein Nein wirksam und angemessen ist.

Weil nur die Botschaft  "Nein-Sagen" als Präventionsmaßnahme zu kurz gedacht ist. >> mehr Infos dazu


Dieser Newsletter-Artikel dient der Information und Prävention. Bei konkreten Sorgen oder Vorfällen wenden Sie sich bitte an die örtlichen Kinderschutzeinrichtungen oder die Kinder- und Jugendhilfe

https://www.oe-kinderschutzzentren.at/alle-kinderschutzzentren-in-oesterreich

https://www.noe.gv.at/noe/Jugend/Kinder-_und_Jugendhilfe.html

Buchempfehlungen zum Thema Selbstbestimmtheit:

Workshops, Fortbildungen, usw.

Kinderschutz bei sexualisierter Gewalt

Zwischen Krise und Verantwortung

4./5. Mai 2026, Wien

Tagungsort: EUROPAHAUS WIEN
Linzer Straße 429, 1140 Wien

 
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