Digitale Medien im Kleinkindalter – Fluch oder Segen?

Veröffentlicht am: 15.01.2026

Im Anschluss an unsere Podiumsdiskussion „Kinder, Medien, Schutz“ fand am Montag, 2. Februar, das Online-Follow-up „Digitale Medien im Kleinkindesalter – Fluch oder Segen?“ statt. Zahlreiche interessierte Eltern, Fachpersonen und Pädagog:innen nahmen via Zoom teil und nutzten die Gelegenheit zum Austausch mit Dr. Arnika Thiede, Kinderärztin bei den Barmherzigen Brüdern Linz.

Dr.in Thiede beleuchtete in ihrem Vortrag sowohl die Risiken als auch mögliche Nutzen digitaler Medien im frühen Kindesalter. Im Fokus standen dabei die aktuellen offiziellen Empfehlungen, wissenschaftliche Erkenntnisse zur kindlichen Entwicklung sowie die Frage, wie ein verantwortungsvoller Umgang mit digitalen Medien im Familienalltag realistisch gestaltet werden kann.

Besonders eindrücklich war ihr Appell, den Entwicklungsbedürfnissen von Kleinkindern ausreichend Raum zu geben:

„Wir sehen immer mehr Kleinkinder mit Entwicklungsproblemen – ausgelöst durch zu frühen und zu intensiven Medienkonsum. Es ist höchste Zeit, hinzusehen und gegenzusteuern. Kleinkinder brauchen Nähe, Sprache, Bewegung – keine Bildschirme.“ Dr.in Arnika Thiede

In der anschließenden Diskussion wurden unter anderem folgende Fragen thematisiert:

  • Ab welchem Alter sind digitale Medien vertretbar?
  • Welche Auswirkungen haben Bildschirmzeiten auf Sprache, Bewegung und soziales Lernen?
  • Wie können Eltern Grenzen setzen, ohne in ständige Konflikte zu geraten?
  • Welche alltagstauglichen Alternativen zu Bildschirmen gibt es?

Gerade in einer Zeit, in der bereits Kindergartenkinder selbstverständlich wischen, scrollen und klicken, wurde deutlich: Haltung, Wissen und Verantwortung sind zentrale Faktoren für einen gesunden Umgang mit digitalen Medien.

Wir bedanken uns herzlich bei Dr.in Arnika Thiede sowie bei allen Teilnehmer:innen für das große Interesse und den konstruktiven Austausch.

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