Petitions-Übergabe an Landeshauptmann

  • Veröffentlicht am: 28.04.2022

Kinderfreunde übergeben Kinderrechte-Petition an Landeshauptmann Stelzer: Zentrale Forderung: Kinderrechte stärken! Lebenslagen verbessern!

 

Kinder und Jugendliche erleben gerade eine massiv belastende Zeit. Ihr Leben wird von mehreren Krisen (Pandemie, Krieg, Klimakatastrophe) gebeutelt, die enorme Sorgen und Ängste mit sich bringen. Die Kinderfreunde setzten sich in den letzten Monaten intensiv dafür ein, dass auch in Krisenzeiten auf die Bedürfnisse der Kinder geachtet wird. So starteten sie unter anderem im Sommer 2021 eine Petition zur Stärkung der Kinderrechte, die bis jetzt rund 7.000 Leute durch ihre Unterschrift unterstützten. „Den Kindern fehlt nach wie vor ein direktes Sprachrohr in die Politik, um auf ihre Bedürfnisse und Lebenslagen aufmerksam zu machen. Dafür sind wir Kinderfreunde da und fordern – stellvertretend für die Kinder und Jugendlichen – ihre Rechte ein! Wir sind an einem Punkt angelangt, an dem es wichtiger denn je ist“, sagt Roland Schwandner, Vorsitzender der Kinderfreunde Oberösterreich. 

Petitions-Übergabe im Landhaus

Am Mittwoch, 27.4. übergaben die Kinderfreunde OÖ diese Unterschriften an Landeshauptmann Thomas Stelzer und präsentierten nochmals ihre zentralen Forderungen. „Die Entwicklungen sind bedenklich. Die Kinder und Jugendlichen sind aktuell mit massiven Sorgen und Ängsten konfrontiert. Das geht so weit, das Suizidgedanken und auch Suizidversuche bei immer jüngeren Kindern auftreten. Die Abteilungen der Kinder- und Jugendpsychiatrie sind überlastet. Wir fordern rasche und professionelle Schritte seitens der Politik“, sagt Schwandner bei der gestrigen Übergabe. 

Ausbau von Beratungsangeboten direkt an Schulen

„Rat auf Draht” berichtet von einem Anstieg von Anrufen aufgrund psychischer Erkrankungen um 45% und bei Anfragen zum Thema Suizid von einem Anstieg um 20%. Angesichts dieser Zahlen orten die Kinderfreunde dringenden Handlungsbedarf, um Kindern und Jugendlichen akut zu helfen, sie langfristig zu unterstützen und Langzeitfolgen abzufangen. „Kinder wollen und müssen über die aktuelle Situation sprechen. Es braucht Orte zur Vernetzung, zum Austauschen und professioneller Beratung. Wir fordern einen verstärkten Ausbau der psychosozialen Angebote direkt an den Schulen, und zwar von externen Personen, denn auch die Pädagoginnen und Pädagogen sind mittlerweile am Limit und können nicht alles allein abfangen!“ so Schwandner

Die vergangenen beiden Jahre waren geprägt von kurzfristiger, teils chaotischer Krisenpolitik. Die Situation und die Bedürfnisse von jungen Menschen wurden maximal gestreift. Jetzt muss endlich nachhaltig geplant und im besten Interesse von Kindern und Jugendlichen gehandelt werden. Wir erwarten uns von der oberösterreichischen Landesregierung und allen voran von Landeshauptmann Thomas Stelzer, mit derselben Entschlossenheit, wie sie die Rettungspakete für die Wirtschaft angekündigt haben, nun das Leben für junge Menschen wieder leichter zu machen“, sagt Schwandner. Die 7.000 Unterschriften bestätigen die Kinderfreunde OÖ in ihrem Anliegen: „Wir setzen uns für die Kinder und ihre Rechte ein. Wir bedanken uns bei allen, die diese wichtige Petition unterstützt haben!“

 

Bildunterschrift: Roland Schwandner (rechts), Vorsitzender der Kinderfreunde OÖ, Helmut Gotthartsleitner (links), Vorsitzender der Linzer Kinderfreunde, Bianca Schatz (rechts), Betriebsratsvorsitzende der Kinderfreunde OÖ und Romana Philipp, Pressesprecherin der OÖ Kinderfreunde übergeben die 7.000 Unterschriften zur Stärkung der Kinderrechte an Landeshauptmann Thomas Stelzer.

 

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