Im Rahmen des Erasmus+ Trainingskurses „START UP“ kamen 23 Teilnehmende aus acht Ländern – Österreich, Polen, Portugal, Griechenland, Rumänien, der Türkei, Ungarn und Tschechien – zusammen, um sich mit dem Thema Social Entrepreneurship auseinanderzusetzen.
Der Trainingskurs zeigte, wie soziale Unternehmungen als kraftvolles Instrument für positive Veränderungen in unseren Gemeinschaften wirken können. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Ideen zu konkreten Initiativen werden können, die Nachhaltigkeit, gesellschaftliche Wirkung und kreative Lösungsansätze verbinden. Ziel war es, Jugendarbeiter:innen und Multiplikator:innen mit praktischen Methoden und neuen Perspektiven auszustatten, damit sie junge Menschen besser dabei begleiten können, ihre Kreativität in aktives Handeln zu verwandeln.
Das Programm war abwechslungsreich und praxisnah gestaltet. Bereits zu Beginn sorgten Kennenlernspiele und interaktive Methoden wie „Two Truths and a Lie“, „speed dating“ und „My Name, My Movement“ für eine offene und motivierende Atmosphäre. In den folgenden Tagen arbeiteten die Teilnehmenden in Teams an eigenen sozialen Geschäftsideen – von der Problemdefinition über die Entwicklung eines Konzepts bis hin zu Branding, Präsentation und Bewerbung ihrer Ideen. Besonders in Erinnerung blieben auch die gemeinsame Kajak-Aktivität, der Raum für Austausch, Entspannung und gemeinsames Erleben der Natur.
Besonders beeindruckend waren die hohe Motivation und das Engagement der Teilnehmenden. Viele brachten ihre eigenen Erfahrungen, Perspektiven und kreativen Ideen ein. Auch die kulturellen Abende trugen zu einem starken Gemeinschaftsgefühl bei: Die Teilnehmenden präsentierten ihre Länder nicht nur mit Fakten, sondern auch mit persönlichen Geschichten, Traditionen und Einblicken in ihren Alltag. So entstand in kurzer Zeit eine lebendige und vertrauensvolle Gruppenatmosphäre.
Am Ende präsentierten die Gruppen ihre entwickelten Social-Enterprise-Ideen. Darunter waren Konzepte für sichere Räume für Menschen ohne Sprachkenntnisse, Initiativen zur Unterstützung von Kindern bei Schulaktivitäten trotz finanzieller Hürden oder kreative Ansätze, um das Lesen von Büchern wieder attraktiver zu machen. Die Ideen zeigten eindrucksvoll, wie viel Potenzial in der Verbindung von Kreativität, sozialem Bewusstsein und unternehmerischem Denken steckt.
Der Kurs „START UP“ hat gezeigt, wie wichtig internationale Zusammenarbeit, gegenseitiger Austausch und innovative Methoden in der Jugendbildung sind. Die Rückmeldungen der Teilnehmenden waren durchwegs positiv – viele bezeichneten den Kurs als ihr bisher bestes Projekt. Ein Wunsch für die Zukunft war vor allem, den Kurs etwas länger zu gestalten, um noch mehr Raum für Lernen, Austausch und vertiefende Arbeit zu schaffen.