Coronavirus: Wie erkläre ich meinem Kind was passiert?

  • Veröffentlicht am: 03.02.2021
Handzeichnung des Corona Virus'
(c) Canva

Von der aktuellen Situation in Österreich sind alle Menschen betroffen – auch unsere Kinder. Viele Menschen verspüren seit Monaten Unsicherheit, Sorgen, Angst und Anspannung. Auch unsere Kinder erleben diese Gefühle. Wichtig ist es, diese ernst zu nehmen,  mit den Kindern darüber zu sprechen, sie altersgerecht zu informieren, aufzuklären, ihre Fragen zu beantworten und sie dadurch zu entängstigen.
 

Auf dieser Seite finden Sie Erklärungen und Informationen zu den aktuellen Gegebenheiten in kindgerechter Sprache. 

Diese Seite wird vom Team der Erziehungsberatung und Entwicklungsbegleitung der Wiener Kinderfreunde laufend aktualisiert. Letzte Aktualisierung: 25.5.2021 

Coronavirus vergrößert unter Glasglocke

 

Das Virus und seine Auswirkungen für unser Zusammenleben kindgerecht erklärt:

Was ist das Coronavirus bzw. Covid 19?

Ein Virus ist winzig klein und kann mit bloßem Auge nicht gesehen werden. Es kann uns krank machen und z.B. Schnupfen und Husten auslösen.

Ein Virus kann z.B. über Niesen und Husten von einem Menschen zum anderen weitergegeben werden. Beim Coronavirus bekommen die Menschen z.B. Husten, Fieber, Kopfschmerzen und eine Lungenentzündung. Wenn Kinder oder Erwachsene am Coronavirus erkranken, bekommen sie manchmal Husten und Fieber, manchmal haben sie aber auch gar keine Symptome.

 

Wo kommt das Coronavirus her?

Diese Form des Coronavirus wurde im Dezember 2019 das erste Mal in China entdeckt. Von dort aus ist es in kurzer Zeit in andere Länder gelangt. Menschen haben es auf ihren Reisen mitgenommen. Manche haben es nicht gemerkt, andere dachten sie seien nur erkältet. Da es bis zu zwei Wochen dauern kann, bis man sich nach einer Ansteckung krank fühlt, kann man in dieser Zeit in viele Länder fliegen und viele andere Menschen anstecken.

Wenn sich eine Krankheit schnell und über fast alle Länder der Welt hinweg ausbreitet nennen die Wissenschaftler das eine Pandemie. Der Ausbruch des Coronavirus ist so eine Pandemie.

 

Wie kann man sich mit dem Coronavirus anstecken?

Von einem Menschen zum anderen wird das Virus über eine sogenannte Tröpfcheninfektion übertragen. Diese Tröpfchen befinden sich in unserem Mund und in unserer Nase und wenn wir sprechen oder niesen oder husten gelangen diese Tröpfchen in die Luft, wo sie dann von einer anderen Person eingeatmet werden können. Wenn diese Tröpfchen auf einer Oberfläche gelandet sind (wie z.B. ein Tisch, ein Haltegriff usw), und du greifst dorthin und greifst dir danach an den Mund, so nimmst du die Tröpfchen in dich auf. Wenn jemand am Coronavirus erkrankt ist, befinden sich in diesen Tröpfchen viele kleine Viren. Diese können dann durch husten, niesen oder manchmal auch beim Sprechen (weil man ja beim Sprechen auch immer ein bisschen spuckt) von einem Menschen zum anderen Menschen wandern. Wenn das Virus mit diesen Tröpfchen in einen Körper kommt, dauert es ein paar Tage bis das Virus sich dort ausbreitet und man krank wird. In dieser Zeit können die Tröpfchen aber wieder andere Menschen anstecken obwohl man sich selbst noch gar nicht krank fühlt.

 

Viele Menschen reden von einer Mutation. Was ist das?

Aufgrund der vielen Ansteckungen mit dem Coronavirus auf der ganzen Welt, werden die Viren immer mehr. Du kannst dir das vorstellen wie beim Kopieren. Aus einem werden dadurch ganz viele. Dabei passieren aber auch Fehler. In der kopierten Variante des Virus sind dann zufällige Fehler, die das Virus verändern. Das nennt man Mutation. Diese Fehler können das Virus schwächer machen. Die Mutationen können das Virus aber auch stärker machen. Momentan gibt es ein paar solcher Mutationen, die das Virus noch stärker machen. Dadurch werden sie ansteckender. Diese Mutationen werden von Wissenschaftlern nach dem Ort benannt, wo sie entdeckt wurden. Darum sprechen gerade viele Menschen von der britischen, der südafrikanischen oder der indischen Mutation oder sie bekommen eigenartige Namen wie: Delta-Variante oder B.1.351 (Beta).

 

Warum ist das Coronavirus so gefährlich?

Erwachsene, die am Coronavirus erkranken, können sehr krank werden. Besonders krank können ältere Personen werden, weil deren Körper schon älter und nicht mehr so fit ist, wie deiner oder der deiner Eltern. Auch Menschen, deren Körper durch andere Krankheiten schon geschwächt sind, können schwer erkranken und müssen dann im Krankenhaus behandelt werden. Das Coronavirus ist sehr ansteckend. Darum können sich sehr schnell sehr viele Menschen mit dem Virus anstecken, die dann im Krankenhaus behandelt werden müssen. Da es in jedem Krankenhaus aber nur eine bestimmte Anzahl an Betten, Ärzten und Pflegern gibt, dürfen nicht zu viele Menschen zugleich krank werden. Viele Ärzte und Wissenschaftler arbeiten an einem Medikament und einer Impfung, damit wir alle gut geschützt vor dem Virus sein können.

 

Was können wir tun um uns und andere nicht anzustecken?

Regelmäßig Händewaschen, Lüften, Niesen und Husten in die Armbeuge sind wichtig. Aber darin bist du bestimmt schon ein Profi!

Das Virus wird von einem Menschen auf den anderen übertragen. Bis vor kurzem hast du gehört, dass man zu anderen Menschen 2 Meter Abstand halten musste, weil manche Mutationen des Coronavirus weiter als 1 Meter springen konnten. Jetzt ist es aber wieder ok, wenn wir zu anderen Menschen 1 Meter (so groß wie ein Babyelefant) Abstand halten. Alle Menschen, die gemeinsam in einer Wohnung leben, müssen keinen Abstand zu einander halten.

Bis jetzt haben die Menschen einen Mund-Nasen-Schutz getragen, um andere nicht anzustecken. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass sogenannte FFP2-Masken noch besser gegen das Virus schützen. Darum sollen nun alle Menschen ab 14 Jahren FFP2-Masken tragen, wenn sie andere Menschen treffen – z.B. beim Einkaufen, in den öffentlichen Verkehrsmitteln, beim Arzt usw. Kindergartenkinder müssen keine Maske tragen. Erst ab dem 6. Geburtstag müssen Kinder einen Mund-Nasen-Schutz tragen, wenn sie z.B. in einen Supermarkt gehen oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren. 

 

Was sollst du lassen?

Beim Begrüßen sollst du aufs Händeschütteln, Umarmen, High Fives und Bussis verzichten. Verzichte darauf anderen Menschen ganz nah zu kommen und direkt neben ihnen zu stehen. Das gilt natürlich nicht für deine Mama und deinen Papa. Zu allen Menschen, die mit dir in der gleichen Wohnung leben, musst du keinen Abstand halten.

 

Warum mussten wir/müssen wir so viel zu Hause bleiben und sollten so wenige Menschen wie möglich treffen? Warum waren so viele Geschäfte, Kinos usw. geschlossen und in den Schulen und Kindergärten so wenig Kinder?

Wenn sich viele Menschen an einem Ort aufhalten, kann das Virus leichter von einem Menschen zum anderen übertragen werden. Wenn sich sehr viele Menschen zugleich anstecken, könnte es passieren, dass nicht genug Krankenhausbetten und Ärzte für alle Menschen da sind, um ihnen zu helfen wieder gesund zu werden. Darum sollen sich so wenig Menschen wie möglich mit dem Virus anstecken. Aus diesem Grund haben die Politiker beschlossen, dass alle Bereiche, wo sich viele Menschen treffen würden, geschlossen bleiben sollten. Die Politiker nennen das auch Lockdown. Im Lockdown sind nicht nur viele Geschäfte, die Restaurants, die Kinos usw. geschlossen. Die Leute sollen so viel wie möglich zu Hause bleiben und wenn möglich auch von zu Hause aus arbeiten. 

Experten, Ärzte und Wissenschaftler beobachten genau wie viele Menschen gleichzeitig am Coronavirus erkrankt sind, wie viele von den Erkrankten ins Krankenhaus müssen, wie viele freie Krankenhausbetten es noch gibt und ob alle Erkrankten von den Ärzten gut versorgt werden können. Immer dann wenn die Zahl der Erkrankten weniger wird, kann der Lockdown wieder langsam beendet werden und die Restaurants, Kinos usw. können wieder öffnen. Die Politiker sprechen regelmäßig mit den Experten und überlegen gemeinsam welche Regeln notwendig sind. 

Was ist die „3-G-Regel“?

Wenn Erwachsene und Kinder ab 6 Jahren in ein Kino, Theater, Hotel, Gasthaus oder in ein Schwimmbad gehen möchten, wird am Eingang kontrolliert, ob sie getestet sind und kein Corona haben, ob sie Corona hatten und jetzt genesen, also wieder gesund sind oder ob sie geimpft sind gegen Corona. Dann dürfen sie eintreten. Alle 3 wichtigen Wörter beginnen mit dem Buchstaben „g/G“, deshalb heißt die Regel „3-G-Regel“.

Für Kinder und Jugendliche gelten auch die Schultests. Wenn du noch nicht 6 Jahre alt bist und in Wien lebst, darfst du einfach so hineingehen.

Was ist der „Grüne Pass“?

Der "Grüne Pass" ist ein einfacher Nachweis, der auf einem elektronischen Gerät, z.B. einem Handy, gespeichert ist. Auf dem Nachweis kann man ablesen, dass eine Person entweder schon gegen Corona geimpft ist oder das Coronavirus schon hatte und wieder gesund ist oder negativ getestet ist und kein Coronavirus hat. Wenn Erwachsene oder Kinder ab 6 Jahren z.B. in ein Gasthaus, Kino, Schwimmbad gehen möchten, dann zeigen sie beim Eintritt das Handy mit diesem Nachweis her und wenn du geimpft, genesen oder getestet bist („3-G-Regel“), dann darfst du hineingehen.

Mit diesem "Grünen Pass" kannst du mit deinen Eltern auch wieder leichter in viele andere Länder in Europa reisen und ans Meer fahren oder Verwandte und Freunde im Ausland besuchen.

 

 Darf ich wieder ins Schwimmbad gehen?

Ja, du darfst jetzt wieder ins Schwimmbad gehen. Sobald du 6 Jahre alt bist, musst du aber einen Coronatest mitbringen, der zeigt, dass du gerade kein Coronavirus hast. Und du musst dich im Schwimmbad an die allgemeinen Hygieneregeln halten: mehrmals täglich Händewaschen mit Wasser und Seife, keine Hände schütteln, Husten in ein Taschentuch oder in die Ellenbeuge. Im Freien, auf der Wiese oder im Wasser,  brauchst du keine Maske tragen, sollst aber zu den anderen Badegästen einen Abstand von 1 Meter einhalten (so groß wie ein Babyelefant). Wenn Menschen mit dir im Schwimmbad sind, die mit dir in der Wohnung leben, dann musst du zu denen keinen Abstand halten.

 

Wie kann man erkennen ob man sich mit dem Coronavirus angesteckt hat?

Um festzustellen, ob sich jemand mit dem Coronavirus angesteckt hat, kann er einen Test machen. Das geht z.B. mit einem sogenannten PCR-Test. Dabei fährt ein Arzt mit einem großen Wattestäbchen in die Nase oder in den Mund und nimmt eine Probe oder man bekommt eine Flüssigkeit mit der man 60 Sekunden gurgeln und diese Flüssigkeit dann in ein Röhrchen spucken muss. Die Proben werden dann in einem Labor untersucht. Die Untersuchung im Labor dauert einige Tage.

Wenn man sich angesteckt hat, hat man ein sogenanntes positives Ergebnis. Wenn man kein Corona hat, sagt der Arzt einem, dass man negativ ist.

Es gibt auch einen Test wo man nach 15 Minuten schon erkennen kann ob man sich angesteckt hat und andere Menschen damit anstecken könnte. Das ist der sogenannte Antigenschnelltest. Dabei nimmt ein Arzt oder anderes medizinisches Personal mit einem großen Wattestäbchen eine Probe aus der Nase oder dem Mund und gibt die Probe auf einen Teststreifen. Nach 15 Minuten kann man auf dem Teststreifen das Ergebnis ablesen. Da diese Tests auch manchmal Fehler machen, muss man bei einem positiven Ergebnis zusätzlich noch einen PCR-Test machen um ganz sicher zu sein.

Solche Schnelltests können Schüler derzeit in der Schule machen. Dabei kann sich jeder Schüler selbst mit einem Wattestäbchen eine Probe aus seiner Nase nehmen und das Ergebnis 15 Minuten später selbst auf dem Teststreifen ablesen. Diese Schnelltests gibt es auch für zu Hause. Manche nennen diese darum Wohnzimmertests. 

Was passiert, wenn ich oder ein anderer Mensch sich mit dem Virus anstecken? Kann ich daran sterben?

Menschen allen Alters können sich mit dem Virus infizieren. Bis jetzt sind wenige Kinder am Coronavirus erkrankt. Für Kinder und Erwachsene, die gesund sind, ist das Virus nicht lebensgefährlich. Sie bekommen Husten und Fieber und müssen 14 Tage zu Hause bleiben. Für ältere Menschen oder Menschen, die auch so immer krank sind und viele Medikamente nehmen müssen, ist das Virus gefährlicher, weil es für ihren Körper schwieriger ist, wieder gesund zu werden.

 

Warum sind Menschen zu Hause in Quarantäne? Was passiert in dieser Zeit mit Ihnen?

Menschen, die mit einer an Corona erkrankten Person in einem geschlossenen Raum waren oder im Urlaub an einem Ort waren, an welchem viele Menschen an Corona erkrankt sind, könnten sich auch angesteckt haben. Erst nach 10 bis 14 Tagen weiß man, ob die Person sich angesteckt hat. Da die Person aber schon in diesen 10 bis 14 Tagen andere Menschen anstecken kann, ist es wichtig, dass sie zu Hause bleibt und niemanden trifft.

In dieser Zeit darf die Person ihr Haus oder ihre Wohnung nicht verlassen und auch keinen Besuch bekommen. Nachbarn, Freunde und Familie können für sie einkaufen gehen, ihr etwas zu essen kochen und es ihr vor die Türe stellen. Wenn die Person einen Arzt oder Medizin braucht, kommt ein Arzt zu ihr nach Hause.

 

Gibt es eine Medizin gegen das Virus?

Die besten Wissenschaftler und Ärzte der ganzen Welt arbeiten an einem Medikament und einer Impfung gegen das Virus. Bei vielen Viruserkrankungen haben Wissenschaftler bereits Impfungen entwickelt, damit diese Krankheiten den Menschen nicht mehr schaden können. Für das Coronavirus gibt es zwar noch kein Medikament, aber eine Impfung.

 

Impfung

Die Entwicklung eines Impfstoffes ist ein komplizierter Vorgang. Zuerst müssen die Wissenschaftler das Virus genau untersuchen und dann herausfinden wie unser Körper am besten vor dem Virus geschützt werden kann. Wenn die Wissenschaftler das herausgefunden haben, kann der Impfstoff aber noch nicht gleich verwendet werden. Zuerst müssen ganz viele Tests gemacht werden um sicher zu gehen, dass der Impfstoff den Menschen nicht schadet und gegen das Virus auch nützt. Erst wenn alle Tests bestanden wurden und Fachleute den Impfstoff zugelassen haben, kann mit der Herstellung begonnen werden.

 

Warum ist es wichtig, dass die Menschen gegen das Coronavirus geimpft werden?

Jeder Mensch der gegen das Coronavirus geimpft ist, kann an dem Virus nicht mehr so schwer erkranken. Wenn ganz viele Menschen geimpft sind, müssen viel weniger Menschen deshalb ins Krankenhaus. Eine Impfung hilft dem Körper sich vor einer Krankheit zu schützen. Es gibt ganz viele andere Krankheiten, die aufgrund von Impfungen nicht oder kaum mehr existieren, wie z.B. Masern oder Röteln. Da fast alle Menschen dagegen geimpft sind, gibt es kaum mehr Menschen, die daran erkranken können.

 

Warum können nicht alle Menschen auf einmal geimpft werden?

Da sich das Virus auf der ganzen Welt ausgebreitet hat, brauchen sehr viele Menschen auf der ganzen Welt den Impfstoff. Das bedeutet, dass sehr viel Impfstoff produziert werden muss. Das braucht viel Zeit und darum können nicht alle Menschen gleichzeitig geimpft werden. Zuerst sollen die Menschen geimpft werden, die besonders schwer am Coronavirus erkranken können. Darum werden als erstes sehr alte Menschen und Menschen, deren Körper durch andere Krankheiten schon ein bisschen geschwächt ist, geimpft. Als nächstes kommen dann Menschen dran, die beruflich ganz viel mit anderen Menschen zu tun haben: z.B. Menschen, die in Pflegeheimen, Krankenhäusern, Schulen und Kindergärten arbeiten, Ärzte, die Polizei, die Rettung usw. Während die ersten Menschen geimpft werden, wird immer weiter Impfstoff produziert, so dass so schnell wie möglich alle Menschen geimpft werden können.

 

Können Kinder geimpft werden? 

Seit Mai 2021 gibt es einen Impfstoff auch für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren. Für jüngere Kinder gibt es bis jetzt noch keinen Impfstoff. Kinder gegen Corona zu impfen ist nicht ganz so dringend, weil Kinder, wenn sie sich mit dem Virus anstecken, sehr selten schwer krank werden.  

 

Meine ganze Familie ist jetzt mehr zu Hause. Trotzdem können wir nicht die ganze Zeit miteinander spielen. Warum?

Viele Eltern müssen von zu Hause aus arbeiten und können darum nicht den ganzen Tag mit dir spielen. Auch für Mamas und Papas ist das eine ganz neue Situation, die ihnen manchmal viel Stress macht. So wie Kinder z.B. in der Schule manchmal Pausen benötigen, brauchen auch Mamas und Papas Pausen. Wenn Erwachsene viel Stress und wenig Pausen haben, kann es passieren, dass sie genervt sind, unfreundlich werden und vielleicht auch mal schreien oder schimpfen. Das ist nicht deine Schuld! Daran ist die momentane Situation Schuld. Jeder versucht diese bestmöglich zu meistern. Mama und Papa haben dich sehr lieb. Auch wenn sie mal genervt oder gestresst sind und keine Zeit zum Spielen haben.

 

Alle sind schon total genervt von diesem Virus. Warum?

Seit über 1 Jahr hat sich unser Leben aufgrund des Coronavirus stark verändert. Damit wir uns und andere vor der Krankheit schützen, müssen wir vieles anders machen als vorher. Wir können nicht mehr normal in die Arbeit gehen, müssen Masken tragen, Kinder konnten  vorübergehend nicht in die Schule oder in den Kindergarten gehen, viele Geschäfte waren geschlossen, wir können unsere Freunde nicht mehr so regelmäßig sehen und keine so tollen Sachen mehr mit ihnen machen wie vor dem Virus. Jeder muss sich an viele neue Regeln halten. Jeder muss auf viel verzichten, ist darum traurig oder auch verärgert und weil das jetzt schon so lange dauert, sind viele Leute genervt und müde. Wahrscheinlich geht es dir, deinen Eltern, Geschwistern und Freundinnen auch manchmal so. Das ist normal.

 

Wie lange wird es diese vielen Regeln wegen des Coronavirus noch geben?

Momentan weiß das leider niemand so genau.

Expertinnen gehen davon aus, dass es noch einige Zeit dauern wird bis alles wieder normal ist. Die Politiker beraten regelmäßig mit den Experten, Ärzten und Wissenschaftlern darüber wie es weitergehen kann. Momentan stecken sich weniger Menschen mit dem Virus an, weil viele schon geimpft sind und auch weil Viren das warme Wetter nicht so gerne mögen. Am Schnellsten vermehren sich Viren wenn es draußen kalt ist. Wenn es im Frühling und im Sommer draußen wieder wärmer ist, stecken sich die Menschen nicht mehr so leicht mit dem Coronavirus an und wir können wieder viel unternehmen und uns mit mehr Leuten treffen. Bis der Großteil der erwachsenen Menschen auf der ganzen Welt geimpft ist, müssen wir uns noch an die Abstandsregeln und die Hygieneregeln halten.

 

Titelseite des Buches "Coronavirus - ein Buch für Kinder"

Buchempfehlungen:

Coronavirus – Ein Buch für Kinder über Covid 19 (für Kinder ab 5 Jahren)

In diesem Bilderbuch werden viele Fragen, die Kinder in Bezug auf das Virus beschäftigen kindgerecht erklärt. Die Illustrationen in diesem Buch stammen von Axel Scheffler, dessen Bilder die meisten Kinder kennen, da er z.B. auch den Grüffelo gezeichnet hat. Das Bilderbuch kann auf der Seite des Beltz-Verlages kostenlos heruntergeladen werden. 

Screenshot des Buche "Wie lange noch"

Kleine Geschichte zur Corona-Krise für Kinder im Kindergartenalter

Ursula Leitl, ehemalige Erzieherin und Mutter eines Fünfjährigen, hat eine kleine Hasengeschichte geschrieben. Diese soll Kindern die Verhaltensregeln näher bringen,  die derzeitige soziale Isolation erläutern und ihnen die Angst nehmen.  

Hasengeschichte für Kinder

Text Seite aus Buch "Aufregung im Wunderwald"

"Aufregung im Wunderwald"

Auch für sehr junge Kinder geeignet. Es handelt von Ben dem Bären. Ben ist 3 Jahre alt. Im Wunderwald werden immer mehr Tiere krank und darum muss die Eule etwas unternehmen um weitere Ansteckungen zu verhindern. Kindergarten, Schule und Geschäfte schließen. Alle sollen viel zu Hause bleiben und keine Freunde mehr treffen. Wie Ben diese Zeit im Wunderwald erlebt, erfährt man in diesem Buch. 

Aufregung im Wunderwald (973,78 kB)  

Titelseite des Buches "Drin-Bleib-Monster"

"Das Drin-Bleib-Monster"

In diesem Buch steht die aktuelle Lebenssituation von Kindern im Mittelpunkt. Man soll möglichst zu Hause bleiben und das ist langweilig. Als Alma sich zum Inlineskaten rausschleichen will, hält das Drin-Bleib-Monster sie zurück. Trotz anfänglicher Skepsis erlebt Alma an diesem Tag spannende Abenteuer zu Hause mit dem Drin-bleib-Monster. https://www.drin-bleib-monster.de/

Das Buch gibt es auf Englisch und Deutsch. Neben dem Bilderbuch gibt es auch Ausmalbilder und ein Freundebuch zum Ausfüllen mit Bezug zur aktuellen Situation und Fragen wie z.B. Das finde ich gerade richtig blöd; Das mache ich am Liebsten zu Hause; Das würde ich gerne mit dir machen, wenn wir uns wieder sehen usw.  

Corona-Brief von Hase Felix

Briefe von Felix

Annette Langen hat ihre Hasen Felix einen Brief zum Thema Corona schreiben lassen. Zum Brief gibt’s auch Tapferkeitsmedaillen zum Ausmalen.

https://www.annettelangen.de/

 

„Wie spreche ich mit meinem Kind über das Corona Virus?“ 

 

Erklärvideos der Stadt Wien 

   

Sendung mit der Maus

Hier werden jeden Tag Fragen von Kindern zum Thema Corona-Virus in kurzen Videos kindgerecht erklärt. Was macht der Virus im Körper? Warum hilft Händewaschen? Warum hilft es, wenn alle schulfrei haben? Was machen, wenn man jetzt Geburtstag hat?

Sendung mit der Maus zu Corona

   

ZDF Tivi- Videoclips für Kinder zum Thema Corona

Die Sendung Logo bietet kleine Info-Videos zum Thema Corona. 

ZDF Sendung Logo zu Corona