#kindergartenbraucht dringend Hilfe und Reformen

Vertreter*innen der Träger*inneninitiative Elementare Bildung Wien übergeben Forderungen an Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr

1.826 Statements von Mitarbeiter*innen, Eltern und Bildungsexpert*innen zeigten deutlich, was nötig ist, um die ersten Bildungs- und Entwicklungsschritte unserer Kinder weiterhin qualitativ begleiten zu können. Vertreter*innen der Träger*inneninitiative Elementare Bildung Wien überbrachten deren Auswertung dem Wiener Bildungsstadtrat, um mit ihm zeitnah die nötigen Reformen zu planen und umzusetzen.

Die Geschäftsführer*innen und Betriebsrät*innen der vier größten privaten Kindergartenträger*innen Diakonie Bildung, KIWI – Kinder in Wien, Kinderfreunde Wien und St. Nikolausstiftung übergaben am 4. Mai 2021 einen Fragenkatalog mit zentralen Forderungen zu nötigen Reformschritten für die elementare Bildung an Vizebürgermeister und Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr.

Bereits im Jänner und Februar erreichte die Träger*inneninitiative mit der Social Media-Kampagne #kindergartenbraucht 272.266 Menschen auf Facebook und Instagram hat 1.826 Rückmeldungen erhalten. Pädagog*innen, Assistent*innen, Eltern, Bildungsexpert*innen, Politiker*innen und andere an elementarer Bildung interessierte Menschen haben sich dazu geäußert, was Kindergärten dringend brauchen, um ihrer Bildungsaufgabe besser gerecht werden zu können:

Es wird dringend mehr Personal pro Gruppe benötigt, vor allem Fachpersonal, also ausgebildete Elementarpädagog*innen. Die Gruppen müssen zeitnah verkleinert und der Fachkraft-Kind-Schlüssel verbessert werden. Aber alle Einrichtungen brauchen auch insgesamt mehr Unterstützungspersonal.

Gleichzeitig sind die schlechten Rahmenbedingungen (zu hohe Kinderzahl pro Gruppe, zu wenig personelle Ressourcen, nicht leistungsadäquate Gehälter) der Grund, warum viele der ausgebildeten Elementarpädagog*innen ihren Beruf nicht ergreifen. Was wiederum einen massiven Fachkräftemangel zur Folge hat.

Die Kluft zwischen den Platzkosten für einen öffentlichen Kindergartenplatz und der Förderung eines privaten Kindergartenplatzes ist für die privaten Träger*innen, die insgesamt über 67.000 Kinder in Wien bilden und betreuen, unverständlich. Umso mehr als gerade von den großen privaten Träger*innen viele Qualitätsimpulse für die elementare Bildung ausgehen.

Daher fordert die Träger*inneninitiative Elementare Bildung Wien einen zeitnahen runden Tisch mit Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr und Finanzstadtrat Peter Hanke, um die dringend erforderlichen Reformschritte konkret zu planen:

  • Ausbau der räumlichen Strukturen und gesetzlichen Regelungen um möglichst schnell Gruppen zu verkleinern und den Fachkraft-Kind-Schlüssel zu verbessern
  • Fairness und Gleichstellung der finanziellen Ressourcen für private und öffentliche Kindergartenplätze für alle Altersstufen.
  • Ausbildungsoffensive und Verbesserung der personellen Ressourcen

 

---> Mehr Infos zu den Forderungen der Trägerinitiative