Linz, 15. Jänner 2026 – Die Kinderfreunde Oberösterreich schlagen Alarm: Kinderbilder haben nichts in KI-Plattformen verloren – egal ob in scheinbar harmlosen Online-Trends wie „lustigen Tanzvideos“ oder, und das ist noch viel schlimmer, in sexualisierten Anwendungen wie dem KI-Dienst „Grok“ von Elon Musk. Beide Entwicklungen gefährden die Sicherheit und Privatsphäre von Kindern und zeigen deutlich, wie dringend wir stärkere Regelungen für digitalen Kinderschutz brauchen.
Die Kinderfreunde Oberösterreich zeigen sich entsetzt über Berichte, wonach der KI-Dienst „Grok“ von Elon Musk sexualisierte Bilder – offenbar auch von Kindern – erzeugen kann. Dass diese rechtswidrige Funktion nach öffentlicher Kritik nicht abgeschaltet, sondern lediglich auf zahlende Nutzer:innen beschränkt wurde, ist für die Kinderfreunde ein alarmierendes Signal: „Hier wird offenbar mit potentiell kinderpornografischem Material Geld verdient. Das ist inakzeptabel, illegal und moralisch verwerflich“, so Reinhold Medicus-Michetschläger, Geschäftsführer der Kinderfreunde Oberösterreich.
„Wo bleibt das Strafrecht? Sexualisierte Darstellungen von Minderjährigen sind illegal und daran darf nicht gerüttelt werden. Es ist unfassbar, dass ein Unternehmen eine solche Funktion anbietet und damit Einnahmen generiert, ohne dass Konsequenzen drohen“, kritisiert Helmut Gotthartsleitner, Vorsitzender der Kinderfreunde Oberösterreich. „Kinderschutz darf niemals einem Profitinteresse geopfert werden.“
Die Kinderfreunde OÖ fordern die Politik, Justiz und Strafverfolgungsbehörden auf, sofort einzuschreiten und klare gesetzliche Regelungen für KI-Anwendungen zu implementieren, die sexualisierte Inhalte generieren können. „KI darf nicht zum Instrument für Kindeswohlgefährdung werden. Wir appellieren an die Öffentlichkeit diese Funktion zu boykottiert, um deutlich zu machen, dass Gewinne niemals über dem Schutz von Kindern stehen“, so Medicus-Michetschläger.
Kritik an „lustigen“ Trend-Videos
Die Kinderfreunde OÖ betonen zudem: Kinderbilder haben generell nichts in KI-Plattformen verloren. Auch scheinbar harmlose Social Media Trends wie „lustige Tanzvideos“, in denen Kinder online gestellt werden, bergen Risiken. „Als Erwachsener würde man auch nicht wollen, dass solche Kindheits-Videos für die Ewigkeit im Netz kursieren. Auch das ist ein Thema des digitalen Kinderschutzes“, betont Gotthartsleitner.
Dieses Beispiel verdeutlicht einmal mehr die Notwendigkeit strenger Regulierungen im digitalen Raum. Die Kinderfreunde OÖ sehen es als ihre Aufgabe, Kinder zu schützen und auf solche Auswüchse aufmerksam zu machen. „Kinderrechte gelten auch im digitalen Raum!“ schließen Gotthartsleitner und Medicus-Michetschläger.
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