Linz, 22.01.2026 – Am 24. Jänner, dem Tag der Elementarpädagogik, rücken die Kinderfreunde die zentrale Bedeutung früher Bildung für Kinder und Gesellschaft in den Fokus. Elementarpädagogik ist weit mehr als Betreuung – sie schafft die Grundlage für Bildungsgerechtigkeit, soziale Kompetenzen, psychische Gesundheit und gesellschaftliche Teilhabe.
Elementarpädagog:innen und pädagogische Assistenzkräfte begleiten Kinder in einer entscheidenden Lebensphase. Sie fördern Sprache, soziales Lernen, Kreativität und Resilienz und leisten einen wesentlichen Beitrag zu Kinderschutz und gelingenden Bildungsbiografien. Gleichzeitig sind sie mit steigenden Anforderungen konfrontiert: gesellschaftliche Veränderungen, vielfältige Lebensrealitäten von Familien und zunehmende pädagogische Herausforderungen prägen den Arbeitsalltag. „Wir Kinderfreunde setzen uns seit Jahrzehnten für qualitativ hochwertige Elementarbildung, gute Rahmenbedingungen und die Anerkennung der professionellen Arbeit in Kindergärten und Krabbelstuben ein“, betont Helmut Gotthartsleitner, Vorsitzender der Kinderfreunde Oberösterreich.
Als einer der größten Träger im Bereich der Kinderbildung und -betreuung bieten die Kinderfreunde sichere Arbeitsplätze, umfangreiche Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie ein werteorientiertes Arbeitsumfeld. „Der Tag der Elementarpädagogik ist ein wichtiger Anlass, um Danke zu sagen und gleichzeitig darauf hinzuweisen, dass gute Elementarpädagogik Zeit, Ressourcen und gut ausgebildete Fachkräfte braucht“, erklärt Petra Sucherbauer, Geschäftsführerin der Familienzentren GmbH der OÖ Kinderfreunde.
Qualität durch starke Teams
In den Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen der Kinderfreunde wird ein klar definierter Bildungsauftrag verfolgt. Grundlage dafür sind fundierte pädagogische Konzepte und ein hoher Anspruch an Qualitätssicherung. „Qualität bedeutet nicht nur die Einhaltung pädagogischer Standards, sondern auch kontinuierliche Weiterentwicklung, etwa in den Bereichen Kinderschutz und Inklusion“, erklärt Alexandra Donabauer, Bereichsleiterin für Qualitätssicherung der Familienzentren GmbH. Mobile Qualitätssicherung, gezielte Weiterbildungsangebote und regelmäßige Vernetzungstreffen stärken die Mitarbeiter:innen nachhaltig in ihrer täglichen Arbeit.
„Durch die Anwendung des Kinderperspektivenansatzes gelingt es uns auch, gemeinsam mit den Kindern auf Forschungsreise zu gehen und die subjektiven Erfahrungen der Kinder zu verstehen und diese wiederum in die Gestaltung von Bildungsprozessen einzubeziehen und in den Qualitätsentwicklungsprozess einzubinden“, betont Donabauer.
Hohe Belastungen erfordern bessere Rahmenbedingungen
Mit rund 900 Mitarbeiter:innen in 100 Kinderbildungseinrichtungen kennt die Familienzentren GmbH der Kinderfreunde Oberösterreich die Herausforderungen des Arbeitsalltags aus erster Hand. „Neben der Bildungsarbeit leisten unsere Kolleg:innen individuelle Förderung, intensive Elternarbeit und bewältigen zahlreiche organisatorische Aufgaben“, so Gotthartsleitner. „Wenn wir Chancengerechtigkeit von Anfang an ernst nehmen, braucht es seitens der Politik bessere rechtliche und finanzielle Rahmenbedingungen, um diesen Anforderungen langfristig gerecht zu werden.“
Integration, Inklusion und Elementarsozialarbeit stärken
Der Anteil von Kindern mit speziellem Förderbedarf steigt kontinuierlich. Die Kinderfreunde fordern daher eine Ausweitung der Fördermittel für Integration und Inklusion. „Kinder haben ein Recht auf bestmögliche Entwicklung. Unsere Mitarbeiter:innen leisten hier Enormes, benötigen dafür aber entsprechende Unterstützung“, betont Gotthartsleitner.
Ein weiterer zukunftsweisender Ansatz ist die Einführung von Elementarsozialarbeit, angelehnt an die Schulsozialarbeit. „Dieses Modell würde Fachkräfte entlasten, präventiv wirken und den Kinderschutz weiter stärken“, erklärt Sucherbauer. Die Kinderfreunde sprechen sich zudem für ein bundesweit einheitliches Rahmenkonzept aus, um vergleichbare Standards in ganz Österreich sicherzustellen.
Aktionen rund um den Tag der Elementarpädagogik
Rund um den Aktionstag setzen die Kinderfreunde und die Familienzentren GmbH gezielte Impulse zur Sensibilisierung und Nachwuchsförderung. Am Freitag, 23. Jänner, ist einmal mehr ein Team der Familienzentren GmbH zu Gast an der BafEP in der Lederergasse in Linz, wo mit knapp 100 Schüler:innen der 3. Klassen Workshops zu Themen wie Kinderschutz, Resilienzförderung und Neurodeeskalation durchgeführt werden. Ein weiterer Schwerpunkt folgt am 28. Jänner beim „Fit for Life“-Infotag im Ursulinenhof Linz (8–13 Uhr). Dort präsentieren sich die Kinderfreunde und die Familienzentren GmbH als attraktive Arbeitgeber im Sozialbereich und informieren über Berufs- und Entwicklungsmöglichkeiten in der Elementarpädagogik.
„Unsere Aufgabe endet nicht bei der Betreuung. Wir begleiten Kinder ganzheitlich in ihrer Entwicklung. Damit das auch künftig in hoher Qualität möglich ist, braucht es ein klares gesellschaftliches und politisches Bekenntnis zur Elementarpädagogik“, sind sich Gotthartsleitner, Sucherbauer und Donabauer einig.
Mit diesen Aktivitäten leisten die Kinderfreunde OÖ einen aktiven Beitrag zur Stärkung der Elementarpädagogik und zur Nachwuchsförderung in sozialen Berufen.
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Bild - Helmut Gotthartsleitner
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