Tag des Kindergartens: Danke an Pädagog:innen – Politik in der Pflicht

Wien, 21.04.2026

Zum Tag des Kindergartens danken die Wiener Kinderfreunde den Elementarpädagog:innen für ihre tägliche Bildungsarbeit und fordern zugleich bessere Rahmenbedingungen.

Der „Tag des Kindergartens“ erinnert an den Geburtstag von Friedrich Fröbel (21. April 1782), dem Gründer des Kindergartens. Für die Wiener Kinderfreunde ist er Anlass, den Elementarpädagog:innen für ihre tägliche Arbeit zu danken und zugleich bessere Rahmenbedingungen einzufordern.

Kindergärten sind weit mehr als Betreuungsorte. Sie sind die erste Bildungseinrichtung im Leben eines Kindes. Hier entwickeln Kinder grundlegende Kompetenzen für ihr weiteres Leben: Sie lernen respektvoll miteinander umzugehen, Konflikte gewaltfrei zu lösen und Verantwortung zu übernehmen. Gleichzeitig werden sprachliche, soziale und kognitive Fähigkeiten gestärkt. 

„Unsere Pädagoginnen und Pädagogen leisten tagtäglich hochqualifizierte Bildungsarbeit und begleiten Kinder in einer entscheidenden Lebensphase. Dafür gebührt ihnen unser ausdrücklicher Dank“, betont Alexandra Fischer, Geschäftsführung der Wiener Kinderfreunde.

Frühe Bildung ist eine der wirksamsten Investitionen in die Zukunft. Sie stärkt Bildungswege, fördert Chancengerechtigkeit und wirkt langfristig positiv auf die Gesellschaft. Österreich investiert derzeit nur rund 0,7 % seines Bruttoinlandsprodukts in die Elementarbildung und liegt damit unter dem internationalen Durchschnitt. Gefordert wird eine Erhöhung auf mindestens 1 % des BIP sowie einheitliche Finanzierungsstandards. Investitionen in frühe Bildung zahlen sich nachweislich aus: Studien des Nobelpreisträgers James J. Heckman zeigen, dass sie langfristig der Gesellschaft nützen und Kosten sparen. 

„Der Tag des Kindergartens sollte daher auch ein Tag der Verantwortung sein“, so Alexandra Fischer. „Es braucht endlich jene politischen Rahmenbedingungen, die diesem wichtigen Bereich gerecht werden."

Die Wiener Kinderfreunde fordern außerdem einen besseren Fachkraft-Kind-Schlüssel, mehr qualitative Bildungszeit, mehr politische und gesellschaftliche Anerkennung sowie ein österreichweit einheitliches Bundesrahmengesetz.

 „Wenn wir in Kindergärten investieren, investieren wir in eine starke und zukunftsfähige Gesellschaft.“, so Fischer.

Die Kinderfreunde setzen sich seit 1908 für Kinder und Familien ein. In Wien bilden und betreuen sie rund 12.000 Kinder in über 150 Kindergärten und Horten mit hohen pädagogischen Standards. Sie sind gleichzeitig der größte Anbieter von freizeitpädagogischen Aktivitäten und unterstützen Eltern in Familienberatungsstellen und Eltern-Kind-Cafés sowie mit Elternbildungsprogrammen. Politisch setzen sie sich gegen Kinderarmut ein, kämpfen für die Einhaltung der Kinderrechte und für Chancengerechtigkeit, vor allem im Bildungssystem.