Das Projekt im Überblick
Der Leuchtturm‑Kindergarten der Kinderfreunde ist eine Modell‑Einrichtung, die zeigt, wie hochwertige, inklusive und kindzentrierte Elementarpädagogik in der Praxis funktionieren kann. Am Standort Maria‑Rekker‑Gasse 3–5 in Wien Favoriten werden Kinder mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen gemeinsam begleitet – in gut gestalteten Räumen, mit einem großen Garten und einem multiprofessionellen Team.
Das Projekt setzt auf flexible Lernumgebungen, Beziehungsgestaltung, Unterstützte Kommunikation und enge Zusammenarbeit mit Familien. Ziel ist es, Entwicklungsbarrieren früh zu erkennen und abzubauen – pädagogisch, räumlich, sozial und organisatorisch.
Warum wir das machen
Viele Kindergärten arbeiten unter herausfordernden Rahmenbedingungen: zu wenig Personal, große Gruppen, fehlende multiprofessionelle Expertise oder eingeschränkte Zusatzangebote wie Logopädie oder Sozialarbeit. Der Leuchtturm‑Kindergarten zeigt, welche Qualität möglich ist, wenn Strukturen, Räume und Personal dafür geschaffen werden.
Die Erfahrung zeigt, dass Kinder – gerade jene mit erhöhtem Unterstützungsbedarf – deutlich von mehr Zeit, Fachwissen und individuell angepasster Begleitung profitieren. Familien erleben mehr Sicherheit und Entlastung und Teams gewinnen Handlungsspielräume und Professionalität.
Ziele des Leuchtturm‑Kindergartens
Für Kinder
- individuelle Begleitung in Sprache, Motorik, Wahrnehmung & sozial‑emotionaler Entwicklung
- Abbau von Barrieren durch unterstützte Kommunikation, strukturierte Räume & multiprofessionelle Unterstützung
- ein Alltag mit Mitbestimmung, sicheren Beziehungen & inklusiver Gruppenpädagogik
Für Familien
- niedrigschwellige, mehrsprachige und alltagsnahe Unterstützung
- Sozialarbeit im Haus und regelmäßige Gesprächs‑ und Beratungsangebote
- sichere Übergänge zu Schule und anderen Unterstützungsangeboten
Für das Team
- regelmäßige Reflexion
- multiprofessionelle Zusammenarbeit
- Fortbildungen im Bereich Inklusion, UK und sonderpädagogischer Förderung
Für die Organisation & Politik
- Erkenntnisse in die Qualitätsentwicklung und Fortbildungen der Kinderfreunde einfließen lassen
- strukturelle Reformbedarfe sichtbar machen und politisch adressieren