Wir Kinderfreunde wissen: Alle Kinder haben Rechte. Und alle diese Rechte sind wichtig! Für die Kinderrechte-Aktion 2026 schauen wir uns aber eines der Kinderrechte ganz genau an: das Recht auf Schutz vor Gewalt und auf eine gewaltfreie Erziehung. Denn alle Kinder haben das Recht, sicher aufzuwachsen, respektvoll behandelt zu werden und ohne Angst ihre Meinung zu sagen, zu spielen, zu lernen und sich zu entwickeln. Die UN-Kinderrechtskonvention schützt Kinder vor Gewalt und verpflichtet Erwachsene, ihre Rechte zu achten.
Rund um den 20. November, den Tag der Kinderrechte, laden wir alle Kinderfreunde- und Rote Falken-Gruppen, alle Kindergärten, Horte, Jugendzentren, Parkbetreuungen und generell alle Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen ein, sich mit dem Thema Kinderrechte auseinanderzusetzen und dabei heuer besonders das Recht auf Gewaltfreiheit in den Mittelpunkt zu stellen.
Gewalt gegen Kinder gehört angekreidet
Denn immer noch wissen viele Erwachsenen nicht, dass Gewalt gegen Kinder aus gutem Grund verboten ist. Das zeigen zum Beispiel die Aussagen von FPÖ-Chef Herbert Kickl aus dem Frühjahr 2026. Er sprach von einer Zeit, in der Lehrer noch „Respektspersonen“ gewesen seien und Kindern ein „bisserl nachgeholfen“ hätten, wenn sie nicht „gespurt“ hätten. Das habe, so Kickl, „niemandem geschadet“. Diese Aussagen wurden von uns Kinderfreunden entschieden kritisiert.
Für uns ist klar: Niemand darf einem Kind weh tun. Gewalt in der Erziehung ist in Österreich seit 1989 verboten, und das Recht auf Schutz vor Gewalt zählt zu den grundlegenden Kinderrechten. Fachleute wissen längst, dass Gewalt – ob körperlich oder seelisch – Kindern schadet.
Deshalb wollen wir heuer gemeinsam Gewalt gegen Kinder ankreiden.
Beschäftigt euch in eurer Gruppe mit Kinderrechten und besonders mit dem Recht auf eine gewaltfreie Erziehung. Sprecht darüber, was Respekt wirklich bedeutet, warum Kinder Schutz brauchen und wie ein gutes Zusammenleben ohne Angst, Beschämung und Gewalt gelingen kann.
Macht Kinderrechte sichtbar
Anschließend geht gemeinsam nach draußen und macht Kinderrechte sichtbar: Gestaltet mit Straßenkreiden Botschaften, Bilder, Kinderrechte, Wünsche und Forderungen auf Gehsteigen, Plätzen oder anderen gut sichtbaren Orten. Zeigt eurer Gemeinde, eurer Stadt und allen Passant:innen:
Kinder haben Rechte. Gewalt gegen Kinder hat keinen Platz.
Wir unterstützen euch dabei
Damit ihr euch dem Thema spielerisch und altersgerecht nähern könnt, bekommt ihr im Spätsommer bzw. Herbst eine Postaussendung mit Informationen, Methoden, Spiel- und Kreativideen rund um Kinderrechte und das Recht auf Gewaltfreiheit. Die Materialien werden außerdem auf dieser Webseite zur Verfügung gestellt.
Macht mit!
Ob kleine oder große Gruppe, bunte Kreidebilder, starke Sprüche oder kreative Aktionen: Jede Beteiligung zählt. Gemeinsam können wir zeigen, dass Kinderrechte nicht verhandelbar sind und dass jedes Kind das Recht auf ein gewaltfreies Aufwachsen hat.
Kreidet Gewalt gegen Kinder an – macht Kinderrechte sichtbar!