Anton Afritsch

Menschen mit Herz

Die Geschichte der Kinderfreunde ist reich an herausragenden Persönlichkeiten. Wir stellen unsere Vorsitzenden und Ehrenvorsitzenden von Beginn an stellvertretend für alle "Menschen mit Herz" mit Kurzbiographien vor.

Anton Afritsch

Gründer und erster Obmann der Kinderfreunde

Er kam 1873 als Sohn einer Fabriksarbeiterin in Klagenfurt zur Welt und wurde Tischler. Nachdem er sich der Gewerkschaft und der Sozialdemokratie anschloss wurde er zuerst Mitarbeiter, dann angestellter Redakteur der Parteizeitung “Arbeiterwille” in der Steiermark. 1908 gründete er gemeinsam mit anderen Eltern den “Arbeiterverein Kinderfreunde” in Graz. Aus dem lokalen Verband wurde binnen weniger Jahre eine große Vereinigung, die es in der 1. Republik in praktisch allen Industriegemeinden und den Städten Österreichs gab. Afritsch wurde nach dem 1. Weltkrieg Stadtrat in Graz und 2. Reichsobmann der Kinderfreunde, bereits 1924 verstarb Anton Afritsch.  
"Eine alte Forderung der organisierten Arbeiterschaft ist es: Dass sich die Gesellschaft endlich einmal auf ihre Pflicht besinne, dass sie ihren Mitgliedern das Recht auf Arbeit und Leben gibt, dass die Bürger des Staates nicht gezwungen werden, um sich und ihre Kinder vor dem Verhungern zu schützen, zum Bettelstab zu greifen, dass sie die Greise nicht verkommen und die Kinder nicht verkümmern lässt."

Max Winter

Reichsobmann von 1917 bis 1933

Geboren 1870 im ungarischen Tárnok. Er war zwischen 1895 und 1930 Journalist bei der Arbeiter-Zeitung. Mit seinen Sozialreportagen und Berichten aus dem Proletarierleben Wiens schuf er eine völlig neue Art der journalistischen Berichterstattung. Von 1911 bis 1918 Reichsratsabgeordneter, 1919 Abgeordneter zum Wiener Landtag sowie kurzzeitig Vizebürgermeister. 1930 Niederlegung aller Funktionen, 1934 Flucht nach Amerika, wo er sich weiter für die Rechte der Arbeiter und der Kinder einsetzte, gestorben 1937 in Hollywood. Er förderte und unterstützte die Kinderfreunde, 1917 wird er der erste Reichsobmann. Mit seiner Aktion "Mühlstein" konnte er 1925 in ganz Österreich Kinderbibliotheken errichten.  
"Die Sentimentalität mit dem „etwas Sonnenschein“ konnte verleiten und hat verleitet zu der Auffassung, dass der Arbeiterverein „Kinderfreunde“ in seiner ersten Form eigentlich nichts war als ein Wohltätigkeitsverein, der sich von bürgerlichen Vereinen dieser Art nur dadurch unterschied, dass es Proletarier waren, die die Vereinsarbeit leisteten, keine hochvermögenden Damen und Herren. Schon darin wäre ein Fortschritt gewesen. Aber diese Form barg in sich trotzdem alle die Gefahren, die Wohltätigkeitsvereinen anhaften. So musste also an die Stelle der Wohltätigkeit etwas anderes gesetzt werden. Wir haben es gefunden. Es ist die Organisation, die Selbsthilfeorganisation."

Paul Speiser

Reichsobmann von 1933 bis 1934
Bundesobmann von 1945 bis 1946

Paul Speiser geboren 1877 in St. Pölten, Absolvierung des Lehrerseminars, anschließend Lehrer in Niederösterreich und Beamter der Eisenbahner-Unfallversicherungsanstalt in Wien. Speiser ist engagierter Verfechter der Glöckelschen Schulreform und wird 1907 Sekretär, später Obmann des Vereines "Freie Schule". 1922/23 erfolgt die Verschmelzung der beiden Vereine "Freie Schule" und "Kinderfreunde". Speiser wird dritter Obmann des neuen Vereines "Freie Schule - Kinderfreunde". Als Parteisekretär wird er 1919 Mitglied des Wiener Gemeinderates und 1920 Stadtrat für Personalangelegenheiten und Verwaltungsreform in Wien. Nach Max Winter wird Speiser 1933 zum Obmann der Kinderfreunde gewählt und bleibt es bis zur Auflösung aller sozialdemokratischen Organisationen im Jahr 1934. 1945 wird Speiser erneut Obmann der Kinderfreunde und übergibt seine Funktion 1946 an Hans Mandl. Von 1946 – 1947 ist Paul Speiser Ehrenvorsitzender der Kinderfreunde.  
„Als wir am 5. Mai 1945 von der Partei den Auftrag bekamen, die Kinderarbeit und für sie unsere Organisation neu aufzubauen, da war es uns von vornherein klar, dass wir diese Aufgabe nicht in der alten Organisationsform bewältigen konnten, sondern dass wir unsere Tätigkeit auf wesentlich breiteren Grundlagen aufbauen müssten. Es war für uns selbstverständlich, dass die neue Partei die Erziehung und Beeinflussung ihres Nachwuchses nicht irgendeiner Organisation anvertrauen konnte, sondern dass nur von ihr selbst oder in ihrem Auftrag diese Arbeit zu leisten war“.

Hans Mandl

Bundesobmann von 1945 bis 1964

Wurde 1899 in Szegedin (Ungarn) geboren und absolvierte die Lehrerbildungsanstalt. Nach dem 1. Weltkrieg wurde Mandl in Wien Lehrer, später Leiter des größten Jugendheimes der Gemeinde Wien, dem Jugendheim Sandleiten in Ottakring. Im April 1945 wurde er zum Bezirksschulinspektor für Ottakring ernannt. Im selben Jahr wurde er zum Bundesobmann der Österreichischen Kinderfreunde gewählt. 1949 wurde er Amtsführender Stadtrat für Kultur und Volksbildung, 1959 auch Vizebürgermeister der Stadt Wien. Am Aufbau der Organisation nach dem Krieg zum größten Elternbund Österreichs hatte er maßgeblichen Anteil. Das "Eisenstädter Erziehungsprogramm", die Neugründung des Verlags Jungbrunnen, die Gründung des Falkencamps Döbriach, sind wichtige Marksteine der Obmannschaft Hans Mandls bei den Kinderfreunden.  
"Die Kinderfreunde griffen zur Selbsthilfe. Die Erziehung der Jugend und die Reform der Schule traten stärker in den Vordergrund ihrer Arbeit. Sie setzten sich durch, und man konnte sie nicht mehr übersehen. Und wieder hat die Zeit uns und unsere Arbeit geändert. Große, neue Aufgaben warten auf uns. Als Erzieher sehen wir uns heute besonders dem verderblichen Einfluss der Massenmedien auf die Menschen gegenüber. Alle, oft unerwarteten Erscheinungen der Wohlfahrtsgesellschaft müssen beobachtet, die Wechselbeziehung zwischen rascher technischer Revolution und langsamer kultureller und geistiger Evolution untersucht werden. Die Konsumgesellschaft bereitet uns manches Unbehagen, und die Probleme der Freizeitgestaltung sind für die geistige Haltung der Menschen von großer Bedeutung."

Dr. Max Neugebauer

Bundesobmann von 1964 bis 1969

Geboren 1900 in Barzdorf (Österr.-Schlesien) wird Dr. Neugebauer ab 1921 Lehrer in Niederösterreich und promoviert 1939 an der Universität Wien. Der begeisterte Anhänger der Glöckelschen Schulreform bemüht sich nach 1945 als anerkannter Schulfachmann um die Wiedereinführung eines geordneten demokratischen Schulwesens. An der Spitze der sozialistischen Lehrer entstanden unter seiner Leitung die ersten Entwürfe für ein künftiges Schulgesetz. 1960 wird er Amtsführender Präsident des Wiener Stadtschulrates, 1962 wird die große Schulreform im Parlament beschlossen. Als Obmann der Kinderfreunde Niederösterreich ist er mit Anton Tesarek Verfasser des "Eisenstädter Programms". 1964 wird Dr. Max Neugebauer zum Bundesobmann der Österreichischen Kinderfreunde gewählt.  
"Die Kinderfreunde haben ihre Erziehungsarbeit immer realistisch aufgefasst. Sie haben sich bemüht, gesellschaftliche Veränderungen und wissenschaftliche Erkenntnisse zu registrieren und sich darauf einzustellen. Erziehung muss immer zeitgemäß sein. Was wir fordern, ist: Zuerst der Spielplatz und das Heim, dann der soziale Wohnbau, die Bäder für die Kinder, die gute Schule und schließlich den begabten Kindern die höhere Schule und eine Reform, die das Kind tatsächlich in den Mittelpunkt der Schule stellt, eine Schule, die jedem die Bildung gibt, die er aufnehmen kann, keine Exklusivschule, aber eine Schule für alle ohne Senkung des Bildungsniveaus, eine Schule, die fördert und hilft, eine moderne Schule."

Anton Tesarek

Ehrenobmann von 1972 bis 1976

Am 1. September 1896 in Wien geboren absolviert er die Lehrerbildungsanstalt in St. Pölten und arbeitet nach dem 1. Weltkrieg als Volks-und Hauptschullehrer. 1920 Wird Tesarek von Max Winter für die Kinderfreundearbeit gewonnen und leitet bis 1924 das Muster-Kinderheim der Kinderfreunde im Schloß Schönbrunn. Ab 1924 Redakteur der Zeitungen "Kin-derland", "Der Kinderfreund", und Mitarbeiter der "Sozialistischen Erziehung". Im Juni 1925 begründet Anton Tesarek die "Roten Falken". Ab 1926 ist Tesarek leitend tätig in pädagogischen Diensten der Stadt Wien. Nach KZ, Krieg und Kriegsgefangenschaft ab 1945 Mitarbeit beim Wiederaufbau der Kinderfreunde. Arbeit im Stadtschulrat und ab 1946 Zentralinspektor für Kindergärten und Horte der Stadt Wien. 1947 - 1964 ist Tesarek Stellvertretender Bundesobmann der Österreichischen Kinderfreunde, 1948 - 1960 Chefredakteur der Zeitschrift "Sozialistische Erziehung", 1955 - 1959 Präsident der Sozialistischen Erziehungsinternationale. 1960 leitende Mitarbeit am Sozialistischen Erziehungsprogramm (Eisenstädter Programm). 1972 wird Anton Tesarek zum Ehrenvorsitzender der Österreichischen Kinderfreunde gewählt.  
"Immer wieder rufen in der Erziehung neue Ufer, immer wieder sind von den Erziehern neue geschichtliche Herausforderungen in gesellschaftlich richtiger Form zu beantworten. Und darum haben in der sozialistischen Erziehungsbewegung jene Ideale lebendig zu bleiben, die sich vom Anfang der Menschheitsgeschichte an wie ein heiliges Vermächtnis von Generationen zu Generationen vererben, die vor allem von Enterbten und Unterdrückten hoffnungsvoll weitergeben werden, weil sie es ernst meinen mit der Befreiung des Menschen."

Gertrude Fröhlich-Sandner

Bundesvorsitzende von 1969 bis 1990
Ehrenvorsitzende von 1990 bis 2008

1926 in Wien geboren, begann sie 1946 als Erzieherin bei den Kinderfreunden in Wien. 1959 wurde sie Gemeinderätin in Wien, 1965 Stadträtin und vier Jahre später Vizebürgermeisterin. 1984 wurde sie zur Familienministerin berufen. Drei Jahre später ging sie in Pension. Bei den Kinderfreunden wurde Gertrude Fröhlich-Sandner 1969 zur Bundesvorsitzenden gewählt und füllte diese Funktion 21 Jahre voll und ganz aus. Von 1990 bis zu ihrem Tode am 13. Juni 2008 war sie aktive Ehrenvorsitzende der Österreichischen Kinderfreunde.  
"Die Kinderfreunde, als große Eltern- und Familienorganisation, vollbringen in ihren 500 Ortsgruppen und zahlreichen Stützpunkten in ganz Österreich große Leistungen. Sie stellen sich mit ganzer Kraft in den Dienst einer umfassenden Bildungswerbung und befassen sich in ihren Arbeitskreisen mit der ständigen Herausforderung unseres technisch-wissenschaftlichen Zeitalters, die nur von gebildeten Menschen bewältigt werden kann. Als sozialistische Erziehungsorganisation bekennen sich die Kinderfreunde zu einer demokratischen Gesellschaftsordnung, in der der einzelne bereit ist, der Gesellschaft mehr zu geben als von ihr zu nehmen."

Jakob Bindel

Ehrenvorsitzender von 1976 bis 1992

"Jack", so nannten ihn seine Freunde, wurde 1901 zu Beginn des "Jahrhundert des Kindes" als Sohn eines Kleingewerbetreibenden in Wien geboren. Sein Herz schlug für die Kinder, und sein Leben war der Bildung und der Erziehung der Kinder zum Frieden gewidmet. 1923 bis 1934 arbeitete Jakob Bindel für die Kinderfreunde Niederösterreich, wurde Landessekretär, von 1947 bis 1953 Bundessekretär der Österreichischen Kinderfreunde, und bis 1960 Leiter des Verlages "Jungbrunnen". Von 1964 bis 1976 war er stellvertretender Bundesvorsitzender und wurde anschließend zum Ehrenvorsitzenden gewählt. 1985 gründete er die Aktion "Bücher für den Frieden" und wurde 1989 auch Ehrenvorsitzender der Gesellschaft Österreichischer Kinderdörfer. Jakob Bindel verstand sich, wie er selbst immer wieder sagte, als "einer von vielen". In seinen Taten aber war er Vorbild, Mahner und Lehrer zugleich.  
Vorwort von Jakob Bindel zu seinem Buch "75 Jahre Kinderfreunde":
"Ich widme das vorliegende Berichtswerk allen Kinderfreunden. Vor allem aber den drei Generationen von Mitarbeiter/innen der Österreichischen Kinderfreunde, die in der Monarchie ihre Arbeit begannen, sie in der Ersten Republik fortsetzten und auch, allen Gefahren trotzend, in der Zeit des Heimwehrfaschismus und Nationalsozialismus die Idee, alle Kinder der Welt glücklich zu machen, nicht verleugneten und nach 1945 bis heute das Werk ihrer Vorgänger ausbauten. Mögen die kommenden Generationen der Kinderfreunde ihre Ziele anstreben, damit das "Jahrhundert des Kindes" mit ihrer Hilfe bald anbreche."

Hans Matzenauer

Bundesvorsitzender von 1990 bis 1993

1933 in Wien geboren, absolvierte nach der Pflichtschule die Bundeslehrer-
bildungsanstalt und unterrichtete an verschiedenen Schulen in Favoriten. Ab 1958 ehrenamtlich Redakteur und Pädagogischer Referent bei den Kinderfreunden. 1964 hauptamtlich Pädagogischer Sekretär der Bundesorganisation. Von 1966 bis 1980 Bundessekretär der Kinderfreunde, Geschäftsführer von Verlag Jungbrunnen und Wiener Spielzeugschachtel. 1977 bis 1982 Mitglied des Bundesrates, 1980 bis 1992 Bestellung zum Amtsführenden Präsidenten des Stadtschulrates für Wien. Von 1990 bis 1992 Bundesvorsitzender der Kinderfreunde, 1993 Bereichssprecher "Betriebe" im Bundesvorstand, von 1994 bis 2001 ehrenamtlich Vorsitzender des Aufsichtsrates der Verlag Jungbrunnen-Wiener Spielzeugschachtel GmbH.  
"Wir Kinderfreunde haben uns immer den Luxus erlaubt, an die Zukunft zu glauben, und wir haben uns auch nie davon abhalten lassen, Visionen zu haben. Wer niemals über den Tellerrand der Suppenschüssel schaut, verliert den Blick auf das Wesentliche. Und wir wissen es heute besser denn je, der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Wem die Kraft zum Träumen fehlt, dem bleiben auch viele Antworten versagt. Ich glaube, wir Kinderfreunde haben einen Traum. Einen alten Traum. Es ist der Traum einer besseren Zukunft für unsere Kinder. Lassen wir uns nicht abhalten von diesem Traum. Lasst uns gemeinsam daran gehen, diesen Traum zu erfüllen."

Karl Gerbel

Bundesvorsitzender von 1993 bis 1997

Karl Gerbel wurde 1939 in Linz geboren. Während er den Beruf eines Elektro-
maschinenbauers erlernte kam er in den fünfziger Jahren zu den Roten Falken in der Linzer Franckstraße. Sein beruflicher Weg führte ihn über die Tätigkeit des Landessekretärs bei den Kinderfreunden zur Arbeiterkammer, dort wurde er Leiter des Bildungshauses “Jägermayrhof”. Anfang der achtziger Jahre wechselte er als Vorstandsdirektor der LIVA ins Brucknerhaus. Von 1972 bis 1995 war Gerbel Landesobmann der Kinderfreunde in Oberösterreich. 1994 wurde Gerbel zum Bundesvorsitzenden der Österreichischen Kinderfreunde gewählt. Das blieb er bis zu seinem frühen Tod im Jahr 1997.  
"Dieses Konzept der kulturellen Demokratie ist eines einer großen kulturellen Gesellschaft, in der der einzelne wirklich seinen Platz mit Respekt und menschlicher Würde hat. Es geht um den Platz der Kinder in diesem neuen Entwurf einer neuen Gesellschaft, der nicht am Rande des Lebens der Erwachsenen sein kann, sondern selbstverständlich im Zentrum. Diese Grenzverschiebung zugunsten der Kinder müssen wir vornehmen. Und wenn uns diese Grenzverschiebung Stück für Stück gelingt, dass wir die Kinder immer weiter in den Mittelpunkt des Lebens rücken, dann erst gilt der Satz, dass Kinder Bürger sind. Das ist die große emanzipatorische Idee und die große Aufgabe der Kinderfreunde, weit über den Tag hinaus."

Waltraud Witowetz-Müller

Bundesvorsitzende 1998 bis 2004

Geboren 1949 in Güssing (Burgenland), erlernt den Lehrerinnenberuf und arbeitet als HS-Direktorin in Wien. 1965 beginnt ihre Tätigkeit bei den Kinderfreunden als Betreuerin in der Ferienaktion. 1970 übernimmt sie die Leitung einer Kindergruppe in der Ortsgruppe Guntramsdorf (NÖ), der sie bis heute als Mitglied angehört. Ab 1976 ist sie für die Bildungsarbeit der Kinderfreunde NÖ verantwortlich, und wird 1990 geschäftsführende Vorsitzende der Landesorganisation. Von 1992 bis 1998 leitet sie als Landesvorsitzende die Kinderfreunde Niederösterreich. Bereits seit 1987 war sie stellvertretende Bundesvorsitzende, 1998 wird Waltraud zur Bundesvorsitzenden der Österreichischen Kinderfreunde gewählt.  
"Unsere Gesellschaft ändert sich immer rascher, und damit auch die Lebensbedingungen der Kinder. Mit diesen Veränderungen müssen wir uns immer von neuem beschäftigen, und uns für die Interessen der Kinder einsetzen. Wir Kinderfreunde haben Herausforderungen nie gescheut, die eine sich ständig wandelnde Gesellschaft mit sich bringt. Wir haben die Inhalte, wir haben die Menschen, wir haben die Organisation. Wir werden Herausforderungen auch in Zukunft annehmen können, denn das Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf allen Ebenen unserer Organisation ist sehr groß. Und unser Kinderfreundeherz schlägt links - für eine offene, tolerante Gesellschaft, und für soziale Gerechtigkeit."

Josef Ackerl

Bundesvorsitzender 2004-2011

Geboren 1946 in Vöcklabruck, erlernt Josef Ackerl nach der Pflichtschule den Kaufmannsberuf und tritt 1966 in die Pensionsversicherung der Arbeiter in Linz ein. Ackerl ist von 1972 bis 1985 Betriebsrat in der PVA und wird 1982 Abteilungsleiter. Von Jugend auf politisch aktiv wird er Landesvorsitzender der Sozialistischen Jugend in Oberösterreich, SJ-Bundesvorsitzender, stv. Vorsitzender der SPÖ Linz-Stadt und ist Mitglied des Landesparteivorstandes der SPÖ OÖ. 1980 wird Ackerl Mitglied des Linzer Gemeinderates, ab 1985 Mitglied des Stadtsenates, ist seit 1993 Mitglied der OÖ Landesregierung, und wirkt dort nun seit über 10 Jahren vor allem als Landesrat für Soziales, Jugendwohlfahrt, Verwaltungspolizei und Gemeinden. Schon in der Kindheit bei den Kinderfreunden und Roten Falken wird er 1973 Mitglied der Kinderfreunde und schließlich 1999 Bezirksvorsitzender der Linzer Kinderfreunde und Mitglied des Bundesvorstandes. Die Bundeskonferenz 2004 wählte Josef Ackerl zum Bundesvorsitzenden der Österreichischen Kinderfreunde.  
"Die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen sind mir ein besonderes Anliegen. Kinder am Bildungssektor aushungern zu lassen ist nicht nur verantwortungslos, sondern auch beschämend für unser Land. Die Kinderfreunde sind da, um sich besonders für Kinder einzusetzen, die einige Chancen weniger vorfinden, wenn sie zur Welt kommen, als Kinder aus Familien, wo ein finanzieller Background das Leben erleichtert. Chancengleichheit ist der Schlüssel, um einer Gesellschaft die Türe zu einer gleichberechtigten Gesellschaft zu öffnen."

Christian Oxonitsch

Bundesvorsitzender seit 2011

Geboren 1961 in Wien kommt Christian Oxonitsch mit 10 Jahren zu den Roten Falken und bleibt der Organisation bis heute treu. Im Jahr 1986 wird Oxonitsch zum Bundesfalken gewählt, schon davor ist er als pädagogischer Mitarbeiter bei den Kinderfreunden aktiv. Im Jahr 1991 zieht er in den Bezirksrat von Wien Ottakring ein, fünf Jahre später wird er Gemeinderat und Landtagsabgeordneter in Wien. Von 2001 bis 2009 ist Oxonitsch Vorsitzender des Gemeinderatsklubs im Wiener Rathaus und seit März 2009 amtsführender Stadtrat für Bildung, Jugend, Information und Sport. Im Oktober 2011 wählt die Bundeskonferenz der Kinderfreunde Oxonitsch zum Bundesvorsitzenden.

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