Kinderfreunde-Arbeit in Zeiten von Covid-19

  • Veröffentlicht am: 12.03.2021

Mit der 4. Novelle zur 4. Schutzmaßnahmenverordnung sind ab 15. März 2021 Lockerungen unter strengen Vorsichtsmaßnahmen in ganz Österreich für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre im Bereich des Sports und in der Jugendarbeit vorgesehen.

Weiters können sich Selbsthilfegruppen in ganz Österreich ab 15. März treffen. Diese Maßnahmen sind ein wichtiger Beitrag für das Wohlergehen der jungen Menschen in Österreich und für die psychische Gesundheit während der Pandemie.

Die Verordnung wurde hinsichtlich der Ausgangsregelung bis zum 24.03.2021 und hinsichtlich der übrigen Regelungen bis zum 11.04.2021 verlängert. Die Maßnahmen werden laufend evaluiert und können entsprechend der epidemiologischen Lage angepasst werden. (Stand: 18.03.2021)

Folgende Regelungen gelten laut Verordnung des Gesundheitsministeriums für die außerschulische Kinder- und Jugendarbeit seit 15.03.2021:

Außerschulische Jugendarbeit bis 18 Jahre

  • Darf in geschlossenen Räumen und im Freien stattfinden.
    Testverpflichtung für die Jugendlichen besteht nur in geschlossenen Räumen.
  • Gruppengröße beträgt maximal 10 Menschen plus bis zu 2 Betreuungspersonen
  • Verpflichtendes Präventionskonzept
  • Registrierungspflicht (zB. Gruppenspiegel)

Laut § 14 Abs. 3 der Schutzmaßnahmenverordnung vom 15.03.2021 kann nur entweder die Maskenpflicht oder der Mindestabstand von 2m entfallen, sofern dies im COVID-19-Präventionskonzept vorgesehen ist. 

Sport bis 18 Jahre

  • Darf nur im Freien stattfinden. Es besteht keine Testverpflichtung für die Jugendlichen.
  • Gruppengröße beträgt maximal 10 Menschen plus bis zu zwei Trainer*innen
  • Erlaubt ist Sport ohne Körperkontakt.
  • Verpflichtendes Präventionskonzept
  • Registrierungspflicht (zB. Gruppenspiegel)

 

   Treffen von Selbsthilfegruppen

  • Können in geschlossenen Räumen und im Freien stattfinden
  • FFP2-Masken-Pflicht in geschlossenen Räumen
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Für Fragen könnt ihr uns jederzeit unter covid-info ( at ) kinderfreunde . at erreichen

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Für die "OSTERRUHE", die für Wien von 01.04.-11.04. bzw. für Niederösterreich und Burgenland von 01.04.-06.04. 2021 angekündigt wurde, weisen wir darauf hin, dass an den genannten Tagen die AUSGANGSBESCHRÄNKUNGEN GANZTAGS gelten. 

Die bisherigen Ausnahmen bleiben gültig. Diese umfassen jedoch keine "Osternesterl-Suchen", "Osterhasen-Rallyes", Gymkhana, oder Schatzsuchen. In Wien, Niederösterreich und dem Burgenland sind solche Angebote oder Aktivitäten im Zeitraum von 01.04.-06.04.2021 bzw. 01.04.-11.04. (in Wien) nicht möglich. 

 

 

Weitere häufig gestellte Fragen:

Können wir unsere Kinder- und Jugendgruppenarbeit wieder starten lassen?

Mit 15. März 2021 tritt die 4. Novelle der 4. Schutzmaßnahmenverordnung in Kraft, in der festgehalten wird, dass „das Betreten der Einrichtungen und Teilnahme an Angeboten der außerschulischen Jugenderziehung und Jugendarbeit unter strengen Schutzmaßnahmen zulässig ist.“

 Das bedeutet, eure klassischen Gruppenstunden dürfen stattfinden. Aktuell besagt die Regelung, dass bei der Gruppenarbeit weder FFP2-Masken getragen noch ein Mindestabstand eingehalten werden muss. Allerdings besteht jedenfalls eine Testverpflichtung für die Gruppenleiter*innen und wenn die Gruppenstunde indoor stattfindet auch für die Teilnehmenden.

Ein beispielhaftes Präventionskonzept für Gruppenstunden könnt ihr hier herunterladen. Überarbeitet dieses entsprechend euren Angeboten bzw. Gegebenheiten, besprecht es mit all euren Mitarbeiter*innen und informiert eure Teilnehmenden über darin enthaltene Maßnahmen.

Diese Mindestanforderung wollen wir als Kinderfreunde um folgende Empfehlungen erweitern:

  • Haltet eure Gruppenstunden wenn möglich draußen ab. Die Übertragungs- und Ansteckungsgefahr ist im Freien generell geringer.
  • Sollte das nicht möglich sein und ihr macht eure Gruppenstunde drinnen, achtet darauf, dass ihr mindestens alle 30 Minuten gut lüftet.
  • Wascht oder desinfiziert euch alle direkt nach der Ankunft gründlich die Hände. Achtet darauf, dass ihr immer genügend Seife oder Desinfektionsmittel da habt.
  • Verzichtet auf gemeinsames Kochen.
  • Macht keine Gruppenstunden, wenn ihr euch krank fühlt! Sagt auch den Teilnehmenden, dass sie bitte zuhause bleiben sollen, wenn sie oder jemand in ihrem Haushalt sich nicht gesund fühlen.
  • Gebt Kindern, Jugendlichen und Eltern bitte genaue Informationen über die Regelungen. Ihr könnt sie auch gut sichtbar im Gruppenraum anbringen, damit alle Ankommenden sie gleich sehen. Hinweisschilder zu allgemeinen Verhaltensweisen, zum richtigen Händewaschen uvm. findet ihr unten im Downloadbereich.
  • Führt einen Gruppenspiegel, damit ihr auch im Nachhinein nachvollziehen könnt, welche Kinder bei welcher Gruppenstunde anwesend waren. Aktualisiert außerdem die Kontaktdaten, um im Fall des Falles auch alle Eltern kontaktieren zu können.
  • Die GruppenleiterInnen müssen einen negativen Covid-Test haben. Für Kinder- und Jugendliche gilt die Testpflicht für Indoor-Treffen. Die Gültigkeitsdauer von (Zutritts-) Tests beträgt einheitlich Antigentests 48 Stunden und PCR-Tests 72 Stunden.

Erkundigt euch auch bei eurer Kinderfreunde Landesorganisation, ob es in eurem Bundesland noch zusätzliche Regelungen zu beachten gibt.

 

Wie kann das pädagogische Programm in Zeiten wie diesen aussehen?

Um euch die Planung eurer Gruppenstunde in diesen Zeiten so einfach wie möglich zu machen, haben wir alle Spiele und Methoden auf unserer Website www.gruppenstunde.at danach überprüft, ob es dabei möglich ist, einen erforderlichen Mindestabstand einzuhalten. Die Methoden und Spiele, die also diese Vorgabe erfüllen, findet ihr ganz einfach über eine Schlagwortsuche mit dem Schlagwort „Abstand“.

 

Unsere Ortsgruppe hat durch die Maßnahmen einen wirtschaftlichen Schaden erlitten. Bekommen wir den ersetzt?

Seit 8. März 2021 ist es wiederum möglich, wirtschaftlichen Schaden von der Bundesregierung über den so genannten NPO-Fonds ersetzt zu bekommen. Um den NPO-Fonds beantragen zu können, muss diesmal jedenfalls ein Einnahmenausfall im 4. Quartal 2020 nachgewiesen werden. Dazu müssen die Einnahmen des 4. Quartal 2019 den Einnahmen im 4. Quartal 2020 gegenübergestellt werden. Der Einnahmenausfall ist der Maximalbetrag, der ausbezahlt werden kann. Der Zuschuss muss jedenfalls mind. EUR 250,- betragen, damit er überhaupt ausbezahlt wird.

 Der NPO-Fonds besteht diesmal aus 3 Komponenten: Einem pauschalen "Struktursicherungsbeitrag" sowie einem Fixkostenersatz (zb Mieten, Versicherungen, Pacht, verderbliche Ware,...) und neu den „Lockdown-Zuschuss“.

Der Struktursicherungsbeitrag beträgt nach wie vor  7% der gesamten Einnahmen im Jahr 2019, maximal jedoch den Einnahmenausfall im 4. Quartal 2020.  Der Fixkostenzuschuss hingegen ist nur dann abrufbar, wenn es laufende Kosten gibt. Diese müssen auch per Beleg nachgewiesen werden.

Neu ist seit März 2021 der sogenannte „Lockdown-Zuschuss“. Gemeinnützige Vereine aus Branchen, die vom Lockdown besonders betroffen sind weil sie behördlich geschlossen wurden, können zusätzlich zur bekannten Unterstützung aus dem NPO-Unterstützungsfonds einen sog. „Lockdown-Zuschuss“ beantragen.

 Den Antrag kann jede Gliederung selbst auf der Plattform www.npo-fonds.at online stellen. Unabhängig davon, ob bereits im Vorjahr ein Antrag gestellt wurde oder nicht. Man darf und soll auch ein zweites Mal ansuchen! Nach unseren ersten Erfahrungen geht das vor allem beim Struktursicherungsbeitrag unkompliziert. Wenn ihr trotzdem Fragen zum Fonds oder zur Antragstellung habt, könnt ihr euch jederzeit in der Bundesorganisation melden. Wir bitten euch aber jedenfalls um kurze Meldung im Bundes- oder Landesbüro, wenn ihr ein Ansuchen gestellt habt, auch wenn ihr keine Hilfe mehr damit benötigt. Hier geht es vor allem darum, dass wir den Überblick behalten können und andere Gliederungen von den Erfahrungen mit diesem Fonds profitieren lassen können.

Die Richtlinien und weitere Informationen zur Antragstellung findet ihr unter https://npo-fonds.at/

 

In unserer Ortsgruppe steht eine Hauptversammlung auf dem Plan. Dürfen wir diese abhalten?

Die Hauptversammlung ist als statutarisch vorgesehene Sitzung eines Vereinsorganes gemäß § 13 Abs. 3 Z. 5 der Schutzmaßnahmenverordnung  zulässig. Für sie gilt keine Beschränkung der Anzahl der TeilnehmerInnen. Die Abstandsregel von 2m sollte aber eingehalten werden.

Wir möchten euch aber dringend ans Herz legen, diese Sitzungen entweder auf nächstes Jahr zu verschieben oder online abzuhalten. Wenn ihr dabei technische Unterstützung braucht, könnt ihr euch jederzeit bei uns melden.

Das Gesellschaftsrechtliche COVID-19-Gesetz (COVID-19-GesG) und die dementsprechende Verordnung ermöglicht in diesem Fall zwei Dinge: Ihr könnt einerseits auch eure HV virtuell abhalten, es ist jedoch ebenfalls erlaubt, sie bis spätestens Jahresende 2021 zu verschieben. (Voraussetzung dafür ist, dass 50 Personen teilnahmeberechtigt wären, was aufgrund der Familienmitgliedschaft schon ab etwa 20 Mitgliedsfamilien der Fall ist.)

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